Jahresrückblick 2018

Florian Schmidt

Florian Schmidt
Florian Schmidt
Foto: imago

Florian Schmidt gilt als Robin Hood der entrechteten Mieter. Der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg nutzt das Vorkaufsrecht des Landes Berlin, wo er kann, will geldfixierten Investoren das Wasser abgraben. Im August legte er beim Bebauungsplan des Postscheckamtes sein Veto ein. Grund: Statt der geplanten Zahl an Wohnungen wollte Investor Christoph Gröner nun mehr Gewerbeeinheiten bauen. Gröner beschuldigte Schmidt daraufhin, den Bau von Wohnungen zu verhindern.


Investor Christoph Gröner hat im August auf einem Riesenplakat angeprangert, dass der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg den Bau von Wohnungen am Halleschen Ufer verhindere. Was haben Sie gedacht, als Sie davon erfahren haben?

Herr Gröner weiß genau, was er tut. Aber tatsächlich habe ich mich gefragt ob, diese Aktion in seinem Sinne war, eine gewisse Überreaktion ist das ja schon. Ob auch etwas Humor drin steckt, weiß ich bis heute nicht.

Die Aktion war aber auch ein Ansporn, den Konflikt in der Öffentlichkeit transparent zu machen. Es war ja für viele ein Aha-Erlebnis, dass Politik nicht immer mit Großinvestoren unter einer Decke steckt. Inhaltlich war mein Plan immer, das beste Ergebnis zu erzielen. Dazu brauchte ich das Plakat nicht.