Science-Fiction

S.U.M. 1

In dunkelster Endzeit sucht ein Soldat alleine nach weiteren Überlebenden

Iwan Rheon, Star aus „Game Of Thrones“, in einer weiteren Charakterrolle
Foto: Universum

Zum Glück assoziiert man Iwan Rheon hier nicht mit der großartig gespielten Rolle des sadistischen Bösewichts Ramsay Bolton in der Überserie „Game of Thrones“. Immerhin ergab eine Umfrage des US-Kulturmagazins „The Atlantic“, er sei als Bolton der meistgehasste Mann im Fernsehen. Es wäre auch unpassend, in „S.U.M. 1“ erneut einen Antagonisten zu mimen, denn hier geht es ohne Gegenspiel nur um den 32-Jährigen aus Wales.

Mit blondiertem Undercut und kristallblau leuchtenden Kontaktlinsen findet er sich in der fernen Zukunft wieder, einem Endzeitszenario, worin er vom Militär an die Erdoberfläche geschickt wird, die schon seit 57 Jahren von übermächtigen, außerirdischen Wesen, so genannten „Nonsuch“, besiedelt ist. 95 Prozent der Menschen sind tot, doch mit eisernem Willen will man den Planeten noch immer zurückerobern. Eine Utopie, deren Eins im Filmtitel Rheon Leben einhaucht. Allein begibt er sich auf eine 100-tägige Suche nach weiteren Überlebenden, während der Rest der Menschheit im Exil in Bunkersystemen unter der Erde verweilt.

Zunehmend an seiner Isolation leidend, bieten die inneren Konflikte seinem Überlebenskampf Paroli: ein Leitmotiv, das schon viele Science-Fiction-Streifen aufgriffen. Rheon entfaltet sein Charisma und Misstrauen inmitten metallener Hochsicherheitsumgebung und Waldgebiet, um für die verbleibenden Menschen einzustehen. Die futuristische One-Man-Show wird zum emotionalen Drahtseilakt.

Leider dümpelt die Handlung über weite Strecken so dahin, während der Protagonist die Zeit mit dem Muskelspiel seiner markanten Gesichtszüge und der Vorbereitung darauf verbringt, dass etwas Handfestes geschieht.

D 2017, 96 Min., R: Christian Pasquariello, D: Iwan Rheon, André M. Hennicke

Kommentiere diesen beitrag