Berliner Kunsthäuser

Sami Parkkinen

Mit neuen Motiven knüpft der finnische Künstler an die frühere Sprache der Helsinki School of Photography an

Finnische Fotografie: Sami Parkkinen

„It All Comes Back“ von Sami Parkkinen, 2015

Die Darstellung von Mutter und Kind zählt zu den großen Themen der Kunstgeschichte. Viel seltener wurde die Beziehung zwischen Vater und Kind dargestellt. Der finnische Fotograf Sami Parkkinen behandelt in seiner Serie „Vater/Sohn“ (2015) dieses Thema beeindruckend: In einfühlsamer Bildsprache kombiniert er die Methoden dokumentarischer und inszenierter Fotografie.
Seine Protagonisten sind der 1974 geborene Künstler selbst und sein Sohn Arvi, der nicht nur Modell der Fotos ist, sondern auch bei deren Bearbeitung mitgeholfen hat. Arvi hat einige Schwarzweiß-Aufnahmen mit Bunststiftzeichnungen versehen. Das Projekt entstand durch einen Zufall, als Arvi etwas auf einen Print kritzelte. Dieses „Urbild“ zeigt eine Frau auf einer Rolltreppe, hinter der leere Werbe­tafeln zu sehen sind. Jetzt tragen diese Arvis Bunstiftstriche.

"Forms Of Anarchy" von Sami Parkkinen, 2014

„Forms Of Anarchy“ von Arvi und Sami Parkkinen, 2014

So fing alles an: Was sehen die Augen ­eines Kindes, und was sehen die Erwachsenen erst gar nicht? Die Aufnahmen erzählen einerseits das vom Künstler – in seiner Rolle als Vater – persönlich Erlebte und Empfundene, verwenden andererseits eine Sprache, die jeden Betrachter anspricht. Das wohl eindringlichste Porträt zeigt Arvi im riesigen Wollmantel des Vaters, nachdenklich in die Ferne schauend.

Wieder vom 4.1.-17.1.: Finnland-Institut, Georgenstr. 24  (1. OG), Mitte, Mo–Mi 11–17, Do 11–19, Fr 11–15 Uhr, Eintritt frei

Kommentiere diesen beitrag