Gaunerkomödie

Schrotten!

Nichts ist so fest wie die Bande der Familie

ZITTY-Bewertung: 3/5
ZITTY-Bewertung: 3/5

Vor Jahren hat Mirko Talhammer ­seiner Familie den Rücken gekehrt und ­versucht sich seither als Versicherungsvertreter. Seine Familie, das sind „Schrottis“, ­stolze Schrotthändler – und diese mehr als ­robuste Herkunft streift man nicht so ohne weiteres ab. Als der Vater stirbt, erbt Mirko die Hälfte des nicht gerade florierenden Betriebes und hat nichts Besseres im Sinn als den Hof zügig dem Konkurrenten Kercher zu verkaufen. Doch vorher ­einigt sich Mirko mit seinem Bruder ­Letscho darauf, noch einen vom Vater ­selig ­geplanten Coup durchzuziehen: den Diebstahl eines gesamten Zugwaggons – bis oben hin voll mit Kupfer.

Foto: Port Au Prince Pictures

Die Handlung von Regisseur Max ­Zähles Langfilmdebüt ist nicht viel mehr als eine hanebüchene Räuberpistole. Was den Film über das deutsche Komödieneinerlei hinaushebt, das sind die sehr liebevoll ausformulierten Figuren rund um den Schrottplatz mit so schönen Namen wie Letscho, Träumchen oder Luzi. Und die werden mit viel Spaß am versifften Outfit von Vollblutschauspielern wie ­Heiko Pinkowski („Ich bin dann mal weg“), ­Frederick Lau („Victoria“), Anna ­Bederke („Schlussmacher“) und Lars Rudolph („Er ist wieder da“) gespielt. Und mittendrin: Lucas Gregorowitz („Lammbock“, „Das Wunder von Bern“) als Mirko, der irgendwann auch kapiert, wo er eigentlich hingehört.

D 2016, 96 Min., R: Max Zähle, D: Lucas Grego-rowicz, Frederick Lau, Anna Bederke

Schrotten! im Kino