Kino

Score – Eine Geschichte der Filmmusik

Die schmetternde Rocky-Fanfare! Die Tonfolge, mit der sich der „Der weiße Hai“ ankündigt! Die „Psycho“-Duschszene mit der kreischenden Geige!

Hans Zimmer, ein Deutscher in Hollywood, schon genauso legendär wie der Score zu „Ein Amerikaner in Paris“
Foto: Epicleff_Media/NFP_marketing_&_distribution

Große ­Momente der Filmmusik, die Matt Schrader völlig zu Recht würdigt. Ein Film, der unterhaltsam und kurzweilig, mitunter etwas zu sprunghaft, die Entstehung vieler Filmmusiken erzählt, die sich in die Gehörgänge des ­Kinopublikums gebrannt haben.

Ein Film über das musikalische Genie, ­Bilder und Klänge so zu verschmelzen, dass sie zu einem eigenen, emotionalen Kunstwerk werden. Ein Schaulaufen der großen Filmkomponisten dieser Welt, von Bernhard Herrmann über John Williams und Jerry Goldsmith bis hin zu Danny Elfman, mit der Erkenntnis: Filmmusik ist ein Weltkulturerbe, das meistens weiß und männlich ist.

Das stößt einem auf bei „Score“, der ­eigentlich „Hollywood Score“ heißen müsste. Vom Regis­seur zu fordern, sich bei diesem ­umfassenden Thema auch noch mit den Soundtracks etwa aus ­Asien und ­Afrika zu beschäftigen, wäre viel ­verlangt.

Aber ­wenigstens ein Standpunkt oder State­ment würde reichen, und sei es nur die Überlegung, warum die Filmmusik ­Hollywoods so universal wirkt. Und ­heute nicht auf die Idee zu kommen, zu hinterfragen, warum Hollywood immer noch durch die nahezu völlige Abwesenheit von ­Komponistinnen glänzt, ist einfach nur peinlich. 

„Score – A Film Music Documentary“, USA 2017, 93 Min., R: Matt Schrader, Start: 4.1.

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