Bewohner der Rummelsburger Bucht

“Seerecht schlägt Gentrifizierung”

Zoltan, 43, lebt mit acht Welpen und deren Eltern in der Villa Kunterbunt

Zoltan, auf seiner Villa Kunterbunt
Foto: Saskia Uppenkamp

“Ich denke, dass die Leute auf dem Wasser ein bisschen zu viel Panik machen”, sagt Zoltan und streichelt Labradore, die aufgeregt und hechelnd auf seine Beine klettern wollen. Er sitzt auf der Terrasse seines zweistöckigen Hausbootes, das mit Spanplatten verkleidet und hellblau bemalt ist. Zoltans Boot liegt dort am Ufer, wo der Park des Aquariums enden soll. Es wird umringt von vielen kleinen Booten. Vor der Eingangstür im Erdgeschoss von Zoltans Boot spielen Labrador-Welpen, zehn Hunde hat er insgesamt. Im Boot unterhalten sich Menschen. Interessiert beäugen Fußgänger die Pippi-Langstrumpf-artige Konstruktion, die Villa Kunterbunt, und ihren Besitzer. Als Initiator der Kältenothilfe, einer Initiative für Obdachlose, ist Zoltan das Problem der Verdrängung bewusst, aber sieht sich durch das direkt vor seinem Hausboot geplante Aquarium nicht bedroht. “Ich halte es für unwahrscheinlich, dass mehrere hundert Jahre altes Seerecht, der freie Zugang zum Wasser, durch Gentrifizierungsprozesse außer Kraft gesetzt werden kann”, sagt er.

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