Kino

Sherlock Gnomes

Sieben Jahre ist es bereits her, dass der ­Animationsfilm „Gnomeo und Julia“ eine Liebesgeschichte von Shakespeare als ­Komödie im Gartenzwergmilieu interpretierte. Nun kommt eine Fortsetzung in die Kinos, die sich ebenfalls einer literarischen Figur annimmt.

Sherlock Gnomes
Foto: Paramount Pictures and Metro Goldwyn Mayer Pictures Inc

Gnomeo und Julia sind wieder mit von der Partie, gerade sind sie mitsamt ihrer Zwergensippe in einen grässlichen kleinen Garten mitten in London gezogen. Eigentlich müssten sie den Garten neu gestalten, doch ihre Aufmerksamkeit wird abgelenkt vom mysteriösen Verschwinden ganzer Gartenzwergpopulationen. Wer steckt dahinter? Ist es Moriarty, der Horror der Keramikwelt? Der egomanische Detektiv Sherlock Gnomes und sein ­Adlatus Dr. Watson ermitteln.

Die tatkräftige Julia wirkt nach wie vor ­liebenswert, und um gelegentlich recht lustige Gags – Sherlock geht zum Nachdenken in ein Museum für moderne Kunst – ist der Film auch nicht verlegen. Doch wie schon dem Vorgänger fehlt auch hier das gewisse Etwas: Der Plot ist dreimal um die Ecke gedacht, und vor allem fragt man sich, für welches Publikum welcher Altersstufe diese sehr britische Geschichte mit ihren zahlreichen Anspielungen auf die Sherlock-Holmes-Romane wohl gedacht sein könnte. Andererseits erscheint die Unternehmung so bizarr, dass sie schon wieder sympathisch ist. 

GB/USA 2018, 86 Min., R: John Stevenson