Dokumentarfilm

Sie nannten ihn Spencer

Zwei Fans auf der Spur Bud Spencers

ZITTY-Bewertung: 5/6

„Ein Blonder und ein Blinder auf der Suche nach Bud Spencer“, der Satz auf dem Plakat weckt Erinnerungen an die schnoddrigen Synchronisationen, mit denen Rainer Brandt die Filme mit Bud Spencer aufmöbelte. Von der Filmkritik als immergleiche Prügelorgien geschmäht, belegt etwa „Vier Fäuste für ein Hallelu- jah“ mit 15 Millionen Zuschauern immer noch einen Platz unter den erfolgreichs- ten Filmen an deutschen Kinokassen.

Fan Markus (li.) und ein Weggefährte Spencers
Foto: Neue Visionen

Zu den Fans gehören auch Marcus und der von Geburt an blinde Bürokaufmann Jorgo. Die Doku begleitet sie bei ihrem Versuch, ihr Idol persönlich zu treffen. Bei ihrem weiten Weg nach Rom begegnen sie Weggefährten (die schöne Geschichten zu erzählen wissen) – aber wird es ihnen auch gelingen, Carlo Pedersoli (so sein bürger- licher Name) die Hand zu schütteln?

Dies ist ein Film von, mit und für Fans, finanziert zum Teil durch Crowdfunding – aber man muss kein Fan sein, um an dem Debüt des Österreichers Karl-Martin Pold Gefallen zu finden, denn sein Roadmovie ist so informativ wie vergnüglich geraten. Es nähert sich durch die Erzählerstimme Thomas Dannebergs (die Synchronstim- me Terence Hills) und Filmclips den Spen- cer-Filmen an. Dass der im Juni 2016 ver- storbene Bud Spencer einst italienischer Schwimmchampion war, ist bekannt, aber er war zudem Erfinder, Modedesigner und mehr. So etwas kann man nachlesen, die Demonstration der „Doppelbackpfeife“ aber muss man sehen.

A/D 2017, 122 Min., R: Karl-Martin Pold

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