Sex, Drugs & Beats

So waren die Festivals 2016

Sie haben getanzt. Sie haben gefickt. Sie haben den größten Quatsch gemacht, der ihnen eingefallen ist. Mit den Armen in der Luft und einem Löwengebrüll in der Kehle. Denn es war Sommer. Und es hat gerockt. Wir haben Festivalgäste im Nachhinein nach ihren spektakulärsten Erlebnissen befragt – und recherchiert, wo auch im Winter noch Sommer-Feeling aufkommt

Das unendliche Ende

Fusion, Mecklenburg-Vorpommern, Juli

Fusion
auf der Fusion
Foto: Merlijn Hoek/ flickr/ CC BY-NC-ND 2.0

Die Musik auf den Hauptfloors endet hier jedes Jahr Sonntag um Punkt 22 Uhr. Den Anwohnern zuliebe, tippe ich. Meine Bande und ich sind schon Stunden vorher nicht mehr aufs Klo gegangen oder haben Wasser geholt. Schließlich ist das Fest gleich vorbei und die Musik so unglaublich gut. Wir verballern unsere komplette restliche Energie und rasten völlig aus. Wir reißen alle um uns herum mit. Dann zieht meine Freundin ihre Hose hinten ein Stückchen herunter und ich meine vorne, ich stelle mich hinter sie und wir haben beim Tanzen Sex mitten auf der Tanzfläche. Die Leute um uns herum lächeln und schreien und jubeln. Trotzdem freuen wir uns auf das Ende, weil wir so dringend aufs Klo müssen und furchtbaren Durst haben. Kurz vor zehn läuft der letzte Track, ein ganz melancholisches, unglaublich schönes Stück. Dann endet die Musik und das Publikum johlt. Dann geht die Musik wieder an, wie so oft, für den allerletzten Track, der noch ruhiger und zärtlicher ist, als der davor. Und plötzlich kracht es wieder. Technogeballer. Alte und neue Hits. Einer geiler als der andere. Unmöglich, die Tanzfläche zu verlassen. Während wir ausrasten und hüpfen und schreien, schauen wir uns immer wieder verzweifelt in die Gesichter. Wir sind schweißüberströmt und total ausgelaugt. Eineinhalb Stunden lang geht diese wunderschöne Folter. Um 23.30 Uhr schlägt der Bass dann tatsächlich zum letzten Mal. Und wir sprinten sofort los Richtung Klo.

Dominick, 33


Und jetzt ein Gewitter

Hedonistischer Weltkongress, Mecklenburg-Vorpommern, Mai

Hedonistischer Weltkongress
Hedonistischer Weltkongress
Foto: Privat

Hier gibt es noch Hippies. Das habe ich spätestens gemerkt, als 15 von ihnen beim Workshop „Einhorn-Zaubersprüche für besondere Freundschaften“ oder so ähnlich, kaum bekleidet mitten auf einer Kreuzung saßen und einander im Arm wiegten. Und als der Regen losgeht, steht ein Haufen Abenteuerlustiger trotzdem halbnackt und klatschnass vor den massiven Boxentürmen. Neben dem DJ-Pult gibt es noch eines, mit Kopfhörern aus Plüsch und Papp-Platten, auf denen Dinge stehen wie: „Was von Madonna“, „Der letzte Track“, „Der allerletzte Track“ und „Hit“. Jeder darf sich dahinterstellen. Die Fake-DJs machen wesentlich heftiger Party als die echten, sodass die Menge das echte DJ-Pult weitgehend ignoriert. Es ist eine Hammerstimmung und eine alte Freundin und ich sehen die dunkle Wand schon in der Ferne am Horizont. Wir schauen uns in die Augen und sagen fast gleichzeitig: „Und jetzt ein Gewitter“. Kurz darauf kracht es zum ersten Mal und wir schreien vor Freude, während uns das Wasser in Strömen übers Gesicht und die Körper fließt. „Mehr, mehr, mehr!“, schreien wir. Und es gibt mehr. Eines der heftigsten Gewitter, die ich je erlebt habe. In einen anderen, zu der Zeit leeren Floor schlägt ­sogar ein Blitz ein. Die Tanzfläche wird mit dem dauernden Regenstrom immer leerer und die, die dort bleiben, drehen immer weiter durch, allein um die Kälte zu vertreiben. Wir kämpfen gegen die Naturgewalt. Irgendwann geben auch die Freundin und ich auf und rennen Hand in Hand zu einer Stahlbadewanne im Freien, unter der drei Feuer lodern und in der sich vielleicht 20 Hippies nackt und genüsslich wärmen, während über ihnen das Gewitter tobt. Es war lebensgefährlich. Aber es hat sich gelohnt.

Anna, 26


Kidnapping

Fusion, Mecklenburg-Vorpommern, Juli

Panda
Panda und Anarche
Foto: Lena Ganssmann

Direkt am Gelände gibt es einen Kanal. Einige Menschen sind aus Berlin mit dem Boot hergefahren und haben hier angelegt. Unter anderem die Crew der Anarche mit ihrem 15 Meter langen Piratenschiff, auf dem als Gallionsfigur ein riesiger Stoffpandabär befestigt ist. Ich gehe nachts in Richtung der Boote und 20 bis 30 Vermummte traben an mir vorbei. Ich frage sie, was denn hier los sei und bekomme keine Antwort. Ich denke mir: Fuck, wir sind hier in Mecklenburg-Vorpommern, das sind bestimmt Nazis, die dieses linke Festival attackieren. Ich sage zu den Menschen, bei denen ich stehe: „Wenn es gleich laut wird, ruft ihr sofort die Polizei!“ und sprinte den Vermummten hinterher. Sie tragen Gegenstände in den Händen, die wie Waffen aussehen und kauern sich hinter einen Hügel, bereit zum Angriff. Ich hocke mich daneben und sage: „Leute, ihr seid echt gruselig, ich will sofort wissen, was hier los ist.“ Eine flüstert mir zu: „Wir sind vom Kollektiv Die Räuber, und die Anarches haben unseren Kronleuchter geklaut und wir holen uns dafür ihren Panda.“ Ich gehe zu Freunden auf einem der Boote und hole sie an Deck. Wir haben Premiumplätze für die Attacke. Die Räuber stürmen gleichzeitig los und zünden bengalische Fackeln. In deren gleißend rotem Licht und dichtem roten Rauch gehen sie auf das Piratenschiff los, werfen Toilettenpapierrollen und sprühen Rasierschaum darauf. Während die Anarche-Crew zur Landseite hin verzweifelt ihr Schiff verteidigt, kommt von hinten ein kleines hochmotorisiertes Beiboot angeschossen. Die Menschen darauf schneiden den Panda ab und rasen geduckt mit jaulendem Motor wieder davon. Den Rest der Geschichte habe ich nur erzählt bekommen: Der Panda wurde wohl ein Stück weiter vom Beiboot auf ein Quad verladen, mit diesem zu einem Transporter gebracht, der sich sofort mit unbekanntem Ziel Richtung Autobahn aufmachte. Kurze Zeit danach erhielt das Anarche-Kollektiv einen Erpresser-Brief in einem Pappkarton. Mit darin lag  ein Ohr, das die Räuber dem Panda abgeschnitten hatten. Keine Ahnung, was das Lösegeld war, aber der Panda ist jetzt wieder an Bord der Anarche. Allerdings innen. Wohl damit so etwas nicht noch einmal passiert.

Daniela, 28


Schatzsuche

Fusion, Mecklenburg-Vorpommern, Juli

Ich mag kühle Getränke. Darum baue ich unserem Camp immer einen Kühlschrank. Ein Loch, etwa 90 Zentimeter tief, darauf einen Grillrost und Holzkohle, die man immer wieder befeuchtet. Dieses Mal stoße ich beim Graben auf ein Hindernis. Ich lege es frei, es ist eine Kiste. Darin Drogen im Wert von mehreren tausend Euro. Alles mögliche: Speed, MDMA, LSD, 2CB, und so weiter. Es gibt wohl häufiger Menschen oder Gruppen, die ihre Drogen hier auf dem Gelände vergraben, um die Polizeikontrollen zu umgehen und die Reste im nächsten Jahr aufzubrauchen. Aber solche Mengen? Das muss ein Dealer gewesen sein. Ich hätte schon gewusst, wie ich die Drogen in Berlin zu Geld machen kann. Und es ist nicht so, dass ich zuviel davon hätte. Aber ich glaube ja an Instant Karma: Wenn man der Welt etwas schenkt, bekommt man ganz viel dafür zurück. Also habe ich allen, die fragen, ob man nicht ein bisschen von Droge XY verkaufen könne, was ja auf Festivals recht häufig vorkommt, einfach in die Hand gedrückt, was sie wollten. Geld habe ich abgelehnt und stattdessen gelächelt. Die meisten konnten es fast nicht glauben und wollten mir danach unbedingt etwas zurückgeben, haben mich zu sich eingeladen, und sich riesig gefreut. Aus diesen Tagen sind wirkliche Freundschaften entstanden.

David, 36


Alles für alle

Fusion, Mecklenburg-Vorpommern, Juli

Lebensbejahend: Fusion, Bachstelzen-Floor am MontagFoto: Katja Paar/ kapa123/ Flickr/ CC BY-NC-ND 2.0
Lebensbejahend: Fusion, Bachstelzen-Floor am Montag
Foto: Katja Paar/ kapa123/ Flickr/ CC BY-NC-ND 2.0

Ich mag ja Festivals dafür, dass man dort auch mal ein Wochenende ohne Geld auskommt. Und am schönsten ist dieses Gefühl, außerhalb des Kapitalismus zu stehen, an Festival-Sonn- und Montagen. Wenn ganz viele schon ihre Zelte abgebaut haben, nur noch wegwollen und am liebsten alles stehen- und liegenlassen. Wenn man dann herumgeht und nett fragt: „Reist ihr schon ab? Wir wollen noch ein bisschen bleiben, habt ihr noch irgendetwas, das ihr nicht mehr braucht?“ Dann wird man mit Essen und Trinken zugeschüttet. Und natürlich auch mit Drogen. Montags auf der Fusion gibt es noch einen Floor, wo so richtig die Post abgeht, den der Bachstelzen. Dieses Jahr bin ich montags mit meiner Freundin und unserer Sackkarre die ganze Zeit unterwegs gewesen. Verlassene Lager plündern, lieb fragen, vielleicht auch mal etwas stehlen, so klar ist die Sache ja nicht immer. Wir haben kistenweise Bier zusammengetragen. Und Schnapsmischgetränke. Und Sekt. Und, und, und. Und dann haben wir es auf den Bachstelzen-Floor gebracht. Und in die Menge gefeuert. Sind herumgegangen und haben gefragt, wer noch was zu seinem Glück braucht. Wir haben viele Lächeln eingesammelt an diesem Tag. Er war ziemlich schön.

Korbinian, 30


Mittendrin

Nation of Gondwana, bei Berlin, Juli

Nation of Gondwana
Superromantisch: Tanzen im See auf der Nation of Gondwana
Foto: Privat

Ich ziehe mit einer guten Freundin herum und wir spielen das Ja-Nein-Spiel. Wir zeigen uns abwechselnd Personen, von denen wir glauben, dass der andere sie attraktiv findet. Für jedes Ja gibt es einen Punkt. Das Geschlecht ist dabei völlig egal. Es ist ein spannendes Spiel. Man lernt den Geschmack des anderen ziemlich gut kennen. Irgendwann kommen wir an einem Pärchen vorbei, ich zeige auf den Mann, und meine Freundin sagt: „Klares Ja.“ Ich nicke. Sie zeigt auf die Frau, und ich sage: „Oh ja.“ Meine Freundin nickt, während sie sie mit weiten Augen anstarrt und sagt: „Ja, ja, ja.“ Das Problem ist, dass wir inzwischen direkt vor dem Pärchen stehen. Die beiden schauen uns stark verwirrt an. Wir erklären das Spiel, die beiden freuen sich sehr über das Kompliment und wollen sofort mitspielen. Den Typen verlieren wir irgendwann, aber das macht gar nichts. Wir wollen beide sie. Ein ganz zartes Ding, aber voll von Abenteuerlust. Irgendwann sitzen die beiden Mädchen in einem gut beleuchteten Waldstück voller Zaungäste, küssen sich und reiben ihre nackten Brüste aneinander. Danach gehen unser Fundstück und ich im See tanzen. Es ist mitten in der Nacht, wir sind die einzigen im Wasser. Der Rand des Sees ist hingegen voller Menschen. Wir stehen auf einer Sandbank und tanzen zusammen, während wir uns ganz tief in die Augen sehen. Dabei werden wir von der Projektion eines riesigen Auges bestrahlt. Wir sind nackt und nass und ihr Körper ist wunderschön. Dann darf ich sie auch einmal küssen. Sie macht, dass die Welt um mich herum verschwindet. Es gibt nur noch sie und ihren Mund und ihr Gesicht. Wir tanzen weiter und die Menschen um uns herum sind mir scheißegal. Sie wohnt in Hamburg. Ich weiß nicht, ob wir uns jemals wiedersehen. Aber dank eines Pärchens am Rand haben wir zumindest ein Foto von diesem zauberhaften Moment.

Stefan, 33


Völlig verloren

Garbicz, Polen, August

Ich rave schweißüberströmt. Stundenlang. Plötzlich ist es Nacht. Mir wird kalt. Ich überlege, wo ich meine Schuhe, meine Hose, meinen Pulli liegenließ, habe aber keine Ahnung. Ich gebe es auf, dränge die Arme an meinen Oberkörper und trabe zum Zelt. Nur habe ich keine Ahnung mehr, wo ich gezeltet habe. Ich habe im Dunkeln aufgebaut und bin, ohne mich groß zu orientieren, sofort dem Bass gefolgt. Und jetzt stehe ich da und frage Wildfremde: „Hilfe, könnt ihr mir sagen, wo ich wohne?“ Können sie natürlich nicht. Nach Stunden des Suchens finde ich mein Zelt. Es ist komplett leergeräumt. Meine Bezugsgruppe hat mich anscheinend verlassen, denn drumherum haben inzwischen andere ihre Zelte aufgebaut. Es ist scheißekalt. Ich rolle mich auf der nackten Plane nur in Badehose und Muskelshirt eingepackt zusammen, versuche mich selbst zu wärmen und irgendwie einzuschlafen. Keine Chance. Zitternd stehe ich wieder auf und versuche, zumindest meine Klamotten wiederzufinden. Unterwegs treffe ich eine Freundin. Sie sieht meine Not und bringt mich erst einmal zurück zu meinem Zelt. Nur steht es ganz woanders, als ich dachte. Und meine Bezugsgruppe wohnt immer noch drum herum. Und alle meine Sachen sind noch da. Ich schlage die Hände vorm Gesicht zusammen und könnte fast weinen. „Mein Schlafsack!“, „Mein Essen!“ Schuhe, eine Hose und einen Pulli habe ich trotzdem verloren. Ich bin dann den Rest des Festivals ohne Schuhe tanzen gegangen und auch ohne nach Hause gefahren.

Peter, 28


Grundversorgung

Funkloch, Sachsen-Anhalt, August

Die ersten Lichtstreifen ziehen bereits über den Horizont. Langsam neigt sich die Nacht dem Ende, ebenso wie meine Bar-Schicht. Während auf den Floors noch gefeiert wird, sind wir zum entspannten Morgentrinken übergegangen. Ein Mann, etwa 40 Jahre alt, tritt an den Tresen. Er bestellt ein Bier, legt jedoch zusätzlich zu seinen Münzen einen 20-Euro-Schein auf den Tisch. Ich schaue ihn fragend an. ,Das ist für meine Frau‘, erklärt er. ,Davon soll sie sich morgen Sekt kaufen.‘ Ich könne sie an ihrem Hut mit Pfauenfeder erkennen, erklärt er, im Zweifelsfall solle ich den Geheimcode wissen: ,Hut tut mir gut.‘ Seine Frau, so erzählt er mir, bleibe heute zu Hause und passe auf die Kinder auf, damit er feiern gehen kann – morgen wird getauscht. Dann soll sie tanzen, tanzen, tanzen. Wir unterhalten uns noch eine Weile – über Musik, über alles –, dann verabschiedet er sich in Richtung Tanzfläche. Ich zünde mir eine Zigarette an. Bin plötzlich sehr glücklich. Und hoffe, dass auch mir jemand in 20 Jahren einen Festivalsekt hinterlegt.

Nina, 25


Saisonfinale

Plötzlich am Meer, Polen, August

Plötzlich am Meer
Blick auf die Tentakelbar des Plötzlich am Meer – vom Meer aus
Foto: Privat

Ich tanze bis zu den Knien im Meer und vor mir liegt nur der Ozean. Wasser, so weit ich schauen kann. Im Beat rollen die Wellen an mir vorbei. Und wenn ich mich umdrehe, stehen da dieses fette Soundsystem und ein paar Hundert feiernde Leute davor. Als die Sonne das Meer berührt, beginnen die ersten zu schreien und immer mehr stimmen ein. Sie brüllen sich die Seele aus dem Leib. Minutenlang, bis der rote Ball komplett vom Meer verschluckt ist. Und ich denke mir: „Das Fest geht jetzt gerade erst los.“

Maria, 29


Unmoralisches Angebot

Feel, Brandenburg, Juli

Es passiert relativ häufig, dass, wenn man ein Set gespielt hat, Menschen dazu gratulieren oder sich dafür bedanken. Aber ein so ein unmoralisches Angebot habe ich als DJ noch nicht bekommen. Auf dem Feel-Festival standen danach drei Mädchen vor mir und die eine sagte: „Entschuldigen Sie, ich mochte Ihr Set und ich wollte schon immer einmal mit einem älteren DJ knutschen. Haben Sie vielleicht Lust?“ So ungefähr und sie hat mich die ganze Zeit konsequent gesiezt. In dem Moment ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Ich habe mich umgedreht und bin weggegangen.

Dorian aka Dieter Polen, 35


Wo es auch im Winter Festivalfeeling gibt

Lucid

Diese Veranstaltungsreihe Party zu nennen, würde deren Ansprüchen nicht genügen. Denn vorher gibt es eine gemeinsame Meditation, statt chemischer Drogen wird ein urwüchsiger Kakao mit leichter Rauschwirkung konsumiert. Alkohol gibt es nicht. Eine außergewöhnliche Erfahrung für alle, die den klassischen Clubbesuch satt haben.
Nächstes Event 2.10., www.lucid.dance

Kater Blau

Die Macher des Clubs sowie des gesamten Holzmarkt-Geländes veranstalten gemeinsam mit der legendären Partycrew Bachstelzen das Garbicz-Festival. Und das sieht man. Wie schon in den Vorgängerlocations des Kater Blau, Bar25 und Kater Holzig, ist das Garbicz mit liebevollen, aber deutlich selbstgebastelten Holzaufbauten versehen und überall werden irgendwelche Quatsch-Angebote gemacht. So auch auf dem Holzmarkt-Gelände, wo es auch eine Sauna, Lesungen und einen Frisiersalon gibt.
Holzmarktstr. 25, Mitte, www.holzmarkt.com, www.katerblau.de

Pyonen-Bars

Wer das Festival Nation of Gondwana kennt und mag, wird in den Bars Bar 23, Zur Fetten Ecke, Tante Lisbeth oder Zum Böhmischen Dorf eventuell der ein oder anderen Rave-Bekanntschaft über den Weg laufen. Die vier Bars der Pyonen genannten Festivalmacher bieten nicht nur familiäre Atmosphäre sondern am Wochenende auch ausgezeichnete Musik.
Bar 23, Lychener Str. 23, Prenzlauer Berg / Zur Fetten Ecke, Schlesische Str. 16, Kreuzberg / Tante Lisbeth, Muskauer Str. 49, Kreuzberg / Zum Böhmischen Dorf, Sanderstr. 11, Neukölln

Humboldthain

Im Club der Macher des Plötzlich-am-Meer-Festivals geht es durchaus auch mal so ausgelassen zu wie am polnischen Ostseestrand, wo das Fest seit einigen Jahren stattfindet. Großer Vorteil des Clubs im Vergleich zum Festival: Es gibt hier selbst im tiefsten Winter deutlich weniger Schlamm.
Hochstr. 46, Gesundbrunnen, www.humboldthain.com

90er-Rave

Diese ganzen Techno-Festivals hätte es nie gegeben, wäre nicht vorher der Rave erfunden worden. Und genau dieses klassische Format feiern 9.000 Menschen und Ur-Rave-DJs wie Marusha, Mark’Oh oder Kai Tracid diesen Winter in der Arena. Könnte ein bisschen peinlich werden, ist aber tatsächlich angewandte Rave-Geschichtsforschung.
11.3.2017, Arena, Eichenstr. 4, Alt-Treptow


Die besten Festivals des Jahres