Kino

Spider-Man: Homecoming

Die Zweifel eines Superhelden

ZITTY-Bewertung: 4/6

Mit der Diskrepanz zwischen ­seinen ­Pubertätsproblemen und den Allmachts- Fantasien des Superheldendaseins war ­Spider-Man alias Peter Parker stets der ­interessanteste der großen ­Comichelden. Mit dem 21-jährigen Briten Tom Holland ist nach Tobey McGuire und Andrew Garfield der dritte Kino-Spider-Man innerhalb der letzten 15 Jahre am Start.

Über weite Strecken ist der Film eine Art High-School-Komödie mit Superhelden- Einsprengseln:  Trotz eines „Praktikums“ bei Tony Stark alias Iron Man (Robert Downey Jr.) geht Peter Parker als schmächtiger, unpopulärer Nerd ohne Selbstvertrauen weiter zur Schule und himmelt von fern eine hübsche Mitschülerin an. Dass Peter sich auf Anweisung von Stark in ­Sachen Superheldentum möglichst bedeckt halten soll, passt ihm gar nicht, prompt ­gehen die meisten seiner auf ­eigene Faust begonnenen Aktionen schief.

Spider-Man Homecoming
Spider-Man hebt (Geld) ab!
Foto: Homecoming Sony Pictures Releasing GmbH

Das Schüler- Comedy-Drama rund um das Thema Charakterfestigung zeigt sich mit dem trockenen Humor über weite Strecken recht unterhaltsam, doch die Handlungsstränge treten auch ziemlich auf der Stelle: Peters geringe Popularität ist eher Behauptung als Tatsache, die Liebesgeschichte kommt nicht in die Gänge, und der neue Superschurke Vulture (Michael Keaton) strahlt in etwa die Gefährlichkeit eines gemütlichen Berliner Handwerksmeisters aus. 

USA 2017, 133 Min., R: Jon Watts, D: Tom Holland, Michael Keaton, Robert Downey Jr., Marisa Tomei

Spider-Man: Homecoming

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