Berliner Bücher

»Es gibt noch viel zu tun«

Stephanie Buhmann hat 19 Berliner Künstlerinnen interviewt, unter ihnen Alicja Kwade, Katharina Grosse und Jorinde Voigt. Die Kunsthistorikerin und Kuratorin wollte wissen, welche Musik sie inspriert, wie Farbe sie einsetzen und den Blick des Publikums einschätzen. So ist mit „Berlin Studio Conversations“ ein Band entstanden, der sich stellenweise in Details verliert, aber persönliche Einblicke in künstlerisches Arbeiten gewährt.

© Marcin J Muchalski Diamond Shot Studio¬Æ
19 Mal mit Künstlerinnen im Gespräch: die Kunsthistorikerin Stephanie Buhmann © Marcin J Muchalski Diamond Shot Studio¬Æ

Frau Buhmann, warum haben Sie das Format Interview gewählt, um die Künstlerinnen vorzustellen?
Es sind alles spontane Gespräche, deswegen werden sie auch immer im Studio geführt – quasi Momentaufnahmen. Diese Spontanität leitet das Gespräch oft in eine interessante Richtung, die man in einer durchgeplanten Unterhaltung so nicht hätte.
Sie sprechen ausschließlich mit Künstlerinnen, warum?
Statistiken zeigen, dass Frauen in der Kunstwelt immer noch einen großen Nachteil haben. Zum Beispiel werden in den permanenten Sammlungen Europas und in den USA nur drei bis fünf Prozent Kunst von Frauen gezeigt. Bei der Arbeit zu meinem ersten Buch „New York Studio Conversations“ wurde mir bewusst, dass ich ein Forum für Frauen schaffen möchte – es gibt noch sehr viel zu tun.
Wieso sind es genau 19 Künstlerinnen?
Das ist reiner Zufall. Eigentlich hätte „Berlin Studio Conversations“ kürzer werden sollen, aber es gibt einfach viel mehr inspirierende Künstlerinnen mit tollen Werken, als Zeit, diese zusammenzufassen. Es ist ein endloses Projekt.

Stephanie Buhmann: Berlin Studio Conversations. Greenbox Verlag Berlin, 296 S., 38 Abb., 18 €

 

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