Der Test

Swapfiets

Warum das denn?

Im vergangenen Jahr erlebte Berlin eine Fahrradschwemme. Binnen weniger Monate enterten zahlreiche Anbieter den Markt und schmissen ihre Leihräder von den Ladeflächen der Lastkraftwagen auf den Bordstein, wo sie dann auch häufig liegenblieben, statt genutzt zu werden. Mittlerweile hat sich der Markt konsolidiert. Dennoch wagt sich mit Swapfiets ein neuer Anbieter in die Hauptstadt. Die Holländer setzen auf ein anderes System als Nextbike, Lidlbike und Co. Statt die Räder temporär zu leihen, kann man sie langfristig mieten. 17,50 Euro kostet das derzeit im Monat. Wer das Early-Bird-Angebot verpasst, zahlt zwei Euro mehr. Dafür bekommt man ein schickes Hollandrad mit Gangschaltung, Doppelschloss, Lichtanlage und einem auffälligen blauen Vorderrad.

Wie war’s?

Foto: Dorit Loock

Das Fahrrad macht auf den ersten Blick einen stabilen Eindruck, der sich nach mehrwöchiger Dauerbelastung (täglich Mitte – Charlottenburg und wieder zurück) bestätigt. Die Schaltung funktioniert flüssig und auch die Lichtanlage ist einwandfrei. Allerdings bemerkt man bei näherem Hinschauen, dass die verbauten Komponenten recht günstig sind. Die Klingel wirkt eher wie aus dem Ramschhandel als aus einer Manufaktur. Noch ungenutzt blieb bislang der über dem Vorderrad angebrachte Gepäckträger, ein Band zum Fixieren wird nicht mitgeliefert.

Wie geht’s weiter?

Das Rad bleibt so lange bei mir, wie ich mag. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat. Zumindest über den Sommer werde ich es behalten. Sollten Reparaturen anfallen, führt Swapfiets sie aus – ideal für Menschen wie mich, die weder Zeit noch Muße fürs Schrauben haben. Ein weiterer Vorteil: Wenn das Fahrrad gestohlen wird, zahlt man „nur“ 60 Euro und bekommt sofort ein neues, wenn man es dann noch will.


Swapfiets

Große Präsidentenstr. 10, Mitte
Uhlandstr. 45, Charlottenburg,
www.swapfiets.de

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