Berlin

Swimming With Men

Synchronschwimmen ist ein oft belächelter Sport, dabei ist er sehr anstrengend und erfordert große ­Konzentration. „Swimming With Men“ ist eine mit ­typisch britischem Humor gewürzte Mischung aus Drama und Sportfilm, vergleichbar mit „Ganz oder gar nicht“ (1997), in dem sechs arbeitslose Stahlarbeiter eine Striptease-Revuetruppe gründen.

Swimming with men
Swimming With Men
Foto: Alamode Films

Hier sind es sechs Männer mittleren Alters mit diversen persönlichen Problemen, die eine Synchronschwimm-Mannschaft ­bilden. Der Finanzberater Luke leidet am Burnout-Syndrom, und nach 20 Jahren Ehealltag öden sich er und seine Frau nur noch an. Durch die „Schwimmbadtherapie“ und die zunehmend freundschaft­liche Beziehung zu seinen Teamkollegen gewinnt er seine Lebensfreude wieder. ­Unter Leitung einer anfangs äußerst skeptischen Trainerin üben die Männer eifrig, um fit für die Amateurweltmeisterschaften zu werden. Lukes junger Sohn reagiert feindselig, er verdächtigt seinen Vater, heimlich schwul zu sein.

Anfangs scheint das Sextett chancenlos, man steigert sich, es gibt Rückschläge, doch dann gelingt die Teilnahme am ­World Championship. Zu Beginn ist der Films dezidiert kapitalismuskritisch, letztendlich geht es um Ängste: vorm Scheitern im Beruf und Liebesleben, vor dem Altern und dem Tod. „Life is governed by fears“, lautet das Fazit. 

GB 2018, 96 Min., R: Oliver Parker; D: Rupert Graves, Charlotte Riley, Rob Brydon, Start: 7.6.

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