Dokumentarfilm

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Eigentlich müsste es doch allgemein verständliches Gedankengut sein: dass in einer Welt mit endlichen Ressourcen kein unbegrenztes wirtschaftliches Wachstum möglich ist. Doch jene, die die Wirtschaft lenken, sehen das anders; sie betrachten das Wachstum als Naturgesetz.

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Foto: Port Au Prince Pictures 2018

Regisseur Florian Opitz, der sich schon in Dokumentarfilmen wie „Der große Ausverkauf“ (2007) und „Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ (2012) mit den Auswüchsen und Auswirkungen neoliberaler Wirtschaftspolitik befasste, hat für seinen neuen Film prominente Verfechter dieser Idee getroffen. Vom größten Hühnerproduzenten Brasiliens bis zum Chefinvestor der Allianz-Versicherungsgruppe bekommen sie Raum, ihre Ideen zur Entwicklung unserer Welt vorzutragen. Selbst der dubiose ehemalige Trump-Berater Anthony Scaramucci hat einen Auftritt.

Ihnen entgegen stellt Opitz jedoch die vor rund 150 Jahren entstandenen Überlegungen und Analysen von Karl Marx zum Kapital, sowie die Ausführungen des Wachstumskritikers Tim Jackson. Der britische Wissenschaftler hat ein ­eigenes Wirtschaftsmodell entwickelt, das gerade nicht auf ungebremstes Wachstum setzt, sondern auf nachhaltig und ­lokal produzierte Güter. Das alles ist anschaulich gehalten und hat den (hinnehmbaren) Nachteil, das man – je nach Standpunkt – nicht viel Neues erfährt. 

D 2018, 95 Min., R: Florian Opitz, 13.5., 20 Uhr, Moviemento: Opitz zu Gast

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