TANZFESTIVAL

Tanztage Potsdam

Die Tanztage Potsdam widmen sich dem Bauhaus-Jubiläum und spüren den Einflüssen auf den zeitgenössischen Tanz nach

Text: Friedhelm Teicke

Zeitlos modern: „Das Triadische Ballett“ – Foto: Wilfried Hösl

Im Jubiläumsjahr des Bauhauses untersuchen die Potsdamer Tanztage, das größte Festival für zeitgenössischen Tanz in Brandenburg, welche Wirkung die weltberühmte Architektur- und Designschule auf den Tanz gezeitigt hat. Unter dem Motto „Dancing Future. 100 Jahre BAUHAUS” werden Bauhaus-Praktiken und -Methoden auf den Tanz und die performativen Künste erforscht und mit aktuellen Choreografen auf ihre Gültigkeit für heute und die Zukunft befragt. Da darf zur Eröffnung am 14. Mai natürlich die Rekonstruktion des berühmten „Triadischen Balletts“ von Oscar Schlemmer in der Fassung von Gerhard Bohner und Ivan Liska nicht fehlen.

Aber auch Bauhaus-inspirierte zeitgenössische Choreografien wie die Schlemmer-Hommage „Formas Breves” von Lia Rodrigues aus Rio de Janeiro (15.+16.5.) stehen auf dem Programm der 28. Ausgabe der Tanztage. Aus Singapur kommt die multimediale „Dance Clinic“ vom Choreograf und Designer Choy Ka Fai, der unter Einsatz von 3D-Avataren mithilfe künstlicher Intelligenz aktuelle Entwicklungen im Zeitgenössischen Tanz ironisch aufspießt (22. + 23.5.). In „Lento e Largo“ vom Choreografenduo Jonas & Lander aus Lissabon stoßen Roboter und Drohnen auf menschliche Performer*innen (23.+24.5.).

Im öffentlichen Raum wird auch getanzt. Etwa auf Gleis 6 des Potsdamer Hauptbahnhofs bei „Leib bei mir 2.0“ von Katrina Elisabeth Bas­tian (23.+24.5.). Mit Jonglage und Tanz endet das Festival am 26. Mai mit der (choreo-)grafischen Untersuchung „spring“ von Gandini Juggling aus London.

14.–26.5., Fabrik Potsdam, Schiffbauergasse 10, Potsdam, Eintritt 16–21, erm. 9 €, Festivalpass 85, erm. 45 €, www.fabrikpotsdam.de