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The Florida Project

Moonee, Jancey, Scooty, das sind die ­Namen dreier Kinder, die in „The ­Florida Project“ wortwörtlich den Ton angeben: Immer wieder schreien sie sich die ­Seele aus dem Leib. Moonee und ihre Mutter Halley leben in einem billigen Motel, und man darf ihnen bloß nicht unterstellen, dass sie eigentlich hier ihren Wohnsitz haben und nicht nur vorübergehend zu Gast sind.

Florida Project
Bild ohne Willem
Foto: Prokino

Der Hausmeister Bobby (Willem Dafoe), ein gutmütiger Brummbär, sieht lange großzügig über das Offensichtliche hinweg. Futureland oder Magic Kingdom heißen die Etablissements, auf den Wegen zwischen Fast Food und Fast Sleep leuchten Billboards, alles wirkt auf eine merkwürdige Weise verzaubert, für die Kinder gibt es ausreichend Freiräume.

Die „working poor“ (und dann eben ­irgendwann auch „sex working poor“) ­leben in einer Welt im Umland von ­Orlando, die offensichtlich auf den Amerikanischen Traum und seine architektoni­schen und raumplanerischen Ausprägungen (und sein Alltagsdesign) bezogen ist. Das improvisierende Leben der Mutter spiegelt sich in der kindlichen Impulsivität, der Vorsprung der Großen an Lebenswissen reicht nicht für einen Plan.

Die Gratwanderung zwischen einer anarchischen Kindheit und den Spuren der Verwahrlosung lässt Regisseur Sean Baker in einer spektakulären Einstellung enden, die aus dem Film eine Art Anti-Märchen werden lässt. 

USA 2017, 115 Min., R: Sean Baker, D: Willem Dafoe, Brooklynn Prince, Bria Vinaite

The Florida Project

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