Dystopie

The Girl with All the Gifts

Ein kleines Mädchen als Hoffnung in einer düsteren Zukunft

ZITTY-Bewertung: 5/6
ZITTY-Bewertung: 5/6

Blicke in die Zukunft sind heutzutage meist düster. In dieser Dystopie ist es eine Pilzinfektion, die aus normalen Leuten tollwütige Menschenfresser macht, fast die gesamte Bevölkerung ist davon befallen. Gibt’s nichts zu beißen, stehen die  Infizierten einfach regungslos herum. Die kleine Melanie ist anders: intelligent, aufgeweckt, wissbegierig – und sie kann ihren Fresstrieb einigermaßen beherrschen. Mit drei Soldaten, einer Pädagogin und einer Wissenschaftlerin, die sich noch nicht angesteckt haben, streift das Mädchen durch ein post-apokalyptisches Großbritannien und entwickelt dabei Selbstbewusstsein und Eigeninitiative.

The Girl With All The GiftsFoto: Square One/Universum
The Girl With All The Gifts
Foto: Square One/Universum

Die Ausgangssituation mit einem Zombie-Mädchen als sympathischer Hauptfigur ist originell, dann folgt die Handlung den üblichen Gepflogenheiten des Genres, bis zum überraschenden Schluss. Die Erläuterungen zur Art und Ursache der Epidemie sind zwar alles andere als plausibel. Doch die gruppeninternen Konflikte zwischen einem grimmigen Feldwebel, der liebevollen Lehrerin und der kaltblütigen Wissenschaftlerin, die aus Melanies Gehirn und Rückenmark einen Impfstoff entwickeln will, sind spannend und werfen interessante ethische Fragen auf. Albtraumhafte Szenenbilder und die sparsam und wirkungsvoll eingesetzte Filmmusik sorgen für eine unheimliche Atmosphäre der ständigen Bedrohung.

USA/GB 2016, 111 Min., R: Colm McCarthy, D: Gemma Arterton, Glenn Close, Paddy Considine, Sennia Nanua

https://www.zitty.de/event/drama/the-girl-with-all-the-gifts/

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