Dokumentarfilm

The Happy Film

Ein Österreicher begibt sich auf die schwierige Suche nach dem Weg zum Glück

ZITTY-Bewertung: 4/6
ZITTY-Bewertung: 4/6

Der in New York lebende Österreicher Stefan Sagmeister gestaltet als Grafiker Plattencover für illustre Kunden wie die Talking Heads oder Jay-Z. Er kann es sich leisten, regelmäßig ein Jahr Auszeit zu nehmen. Glücklich ist er trotzdem nicht. Und beschloss deshalb, der Frage nachzugehen, ob er das Glücklichsein lernen kann. Das Ergebnis des Selbstversuchs ist dieser Film und „The Happy Show“, eine seit Jahren tourende Wanderausstellung.

The Happy Film
Foto: Mindjazz Pictures

Nun kann man mit dem Versprechen, die Menschen ihrem Glück näher zu bringen, viele Bücher und teure Coaching–Seminare verkaufen. Doch der Film ist kein esoterischer Motivationsstreifen, sondern eine launige Selbsterforschung, die vieles offen lässt. Substanzielle Einblicke in die Glücksforschung bietet Sagmeister allerdings kaum.

Drei Methoden probiert der Mittfünfziger aus: Meditation, Gesprächstherapie und Psychopharmaka. Seine aktuelle Befindlichkeit dokumentiert er nach einem persönlichen Ranking. Doch Glück ist eben ein subjektives Empfinden, und es ist schwer, etwas so Abstraktes in eine griffige Erzählung zu verwandeln. Der gestalterische Aspekt zumindest ist sehr gelungen. Hübsche visuelle Spielereien sorgen dafür, dass man gerne dabei bleibt. Vom Protagonist kann man das leider nicht behaupten: Sagmeister ist einfach etwas zu gerührt von sich selbst.

USA 2016, 91 Min., R: Stefan Sagmeister, Ben Nabors, Hillman Curtis

https://www.zitty.de/event/dokumentarfilm/the-happy-film-ein-grafik-design-experiment/