Kino

The Limehouse Golem

Bill Nighy als stoischer Ermittler

Ausgerechnet in einem besonders heruntergekommenen Bezirk, in Limehouse, treibt ein Killer im London gegen Ende des 19. Jahrhunderts sein blutiges Unwesen. So blutig, das manche im Kiez schon glauben, das mythische Wesen Golem ­stecke hinter allem. Angesetzt auf die ­Morde wird Inspektor John Kildare ­(gewohnt brillant: Bill Nighy).

Bei seinen Ermittlungen stößt Kildare auf einen zweiten Fall, der mit dem Serienmord zusammenhängt: Die Schauspielerin Elizabeth Cree (Olivia Cooke), Ex-Star in der Music Hall des affektierten Dan Leno (Douglas Booth), soll ihren Ehemann vergiftet haben. Fortan verfolgt Kildare zwei Ziele: Er möchte den Serienmörder stellen und die Unschuld von ­Elizabeth Cree beweisen.

Olivia Cooke, Douglas Booth
Foto: Concorde

Drehbuchautorin Jane Goldman ist mit dem Skript zu „Die Frau in Schwarz“ maßgeblich daran beteiligt, dass es eine Renaissance des britischen Gothic-­Thrillers zu bestaunen gibt. Zusammen mit Regisseur Juan Carlos Medina breitet sie nun eine herrlich verkommene Szenerie vor uns aus, bei dem sie sich strikt an die gute alte Whodunnit-Dramaturgie hält. Wer also ist der Mörder? Dazu werden diverse Indizien ausgelegt. Das ist hübsch anzusehen, dennoch fehlt dem gorigen Ganzen die letzte Faszination und Stringenz. Und ob der aus dem Hut gezauberte Mörder glaubwürdig ist, das mag jeder selbst entscheiden.

GB 2017, 109 Min., R: Juan Carlos Medina, D: Bill Nighy, Olivia Cooke, Douglas Booth

The Limehouse Golem

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