Kino

The Report

6.700 Seiten umfasste der Bericht einer Untersuchungskommission zu zweifelhaften Verhörmethoden der CIA im Umgang mit vermeintlichen Terroristen nach den Terroranschlägen des 11. September, darunter das berüchtigte Waterboarding. Nur eine 525-seitige Zusammenfassung wurde davon im Jahr 2014 freigegeben.

In seinem Kinofilmdebüt beschäftigt sich Scott Z. Burns, in den letzten Jahren mehrfach als Autor für Steven Soderbergh tätig,  mit der Arbeit der Kommission, speziell den Recherchen von Daniel J. Jones, der sich im Auftrag seiner Chefin, der Senatorin Dianne Feinstein, monatelang durch Akten hindurchwühlt und dabei auf immer mehr Ungereimtheiten und Vertuschungsmanöver stößt. In einem kleinen, fensterlosen Raum versieht er seine Arbeit, die vorrangig aus dem Studium von Akten besteht, denn den Befragungen von Beteiligten und Verantwortlichen legt die CIA immer wieder Steine in den Weg.

The Report
Foto: DCM

„The Report“ knüpft an berühmte Politthriller der 70er-Jahre an, verzichtet aber weitgehend auf dramatische Actionszenen. Dass dennoch keine Langeweile aufkommt, verdankt der Film vor allem seinem Hauptdarsteller Adam Driver, der den Zuschauer auch ohne Einblicke in das Privatleben seiner Figur bei der Stange hält. Drei Wochen, bevor er bei Amazon als Stream verfügbar ist, kommt „The Report“ in die deutschen Kinos.

USA 2018, 118 Min., R: Scott Z. Burns, D: Adam Driver, Annette Bening, Ted Levine, Jon Hamm, Start: 7.11.