Berlin

Theatertreffen im Mai nur virtuell

Das Berliner Theatertreffen kann wegen der Corona-Pandemie erstmals seit seiner Gründung vor 57 Jahren nicht stattfinden. Zumindest nicht live. Stattdessen streamen aber die Berliner Festspiele an neun Tagen sechs der zehn eingeladenen Inszenierungen, „die aus künstlerischer Perspektive und/oder in den technischen Voraussetzungen der digitalen Präsentationsform entsprechen“.

Die Aufzeichnungen werden vom 1. bis 9. Mai auf der Seite Berliner Festspiele on Demand und auf dem Fachportal nachtkritik.de zu sehen sein.

Auf der Plattform der Festspiele soll neben den Aufzeichnungen auch ein Diskursprogramm zum Themenschwerpunkt „Digitale Praxis am Theater“ zu sehen sein, dazu Videos von Gesprächsformaten sowie der Jury-Abschlussdiskussion am 9. Mai.

Sandra Hüller als Hamlet in „Hamlet“ – Foto: JU Bochum

Das virtuelle Theatertreffen beginnt am 1. Mai mit der 3sat-Aufzeichnung der Bochumer Inszenierung „Hamlet“ in der Regie von Johan Simons.

Weiter werden folgende Arbeiten gestreamt:

2. Mai, 20 Uhr: „Anatomie eines Suizids“, Regie: Katie Mitchell (Deutsches Schauspielhaus Hamburg)
3. Mai, 20 Uhr: „Die Kränkungen der Menschheit“, Regie: Anta Helena Recke (Münchner Kammerspiele in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer, Kampnagel Hamburg, Künstlerhaus Mousonturm)
5. Mai, 20 Uhr: „Süßer Vogel Jugend“, Regie: Claudia Bauer (Schauspiel Leipzig)
6. Mai, 20 Uhr: „Chinchilla Arschloch, waswas“, Regie: Helgard Haug (Künstlerhaus Mousonturm, Schauspiel Frankfurt und Rimini Apparat in Koproduktion mit Westdeutscher Rundfunk und HAU Hebbel am Ufer)
8. Mai, 20 Uhr: „The Vacuum Cleaner“, Regie: Toshiki Okada (Münchner Kammerspiele)

Die Aufzeichnungen stehen jeweils ab 20 Uhr für 24 Stunden zum Abruf bereit.

Die Berliner Festspiele teilen zudem mit, dass die das Festival normalerweise flankierenden Formate Stückemarkt und Internationales Forum in diesem Jahr nicht stattfinden. Das Festival wird daher die ausgewählten Künstler*innen fürs Theatertreffen 2021 erneut einladen.

Die öffentliche Verleihung des Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung an die Schauspielerin Sandra Hüller wird voraussichtlich erst nächstes Jahr im Rahmen des Theatertreffen 2021 stattfinden. Der Alfred-Kerr-Darstellerpreis kann 2020 leider nicht verliehen werden.