Digitalität

Das Totale Tanz Theater

100 Jahre Bauhaus zum Letzten: Eine VR-Schau animiert „Total­theater“ à la Gropius und Piscator – mit digitalem Tanz

Die Gründer des Bauhaus wollten das Verhältnis von Mensch, Gestaltung und Technik verbessern. Nun findet diese Versuch im Palais Populaire, dem Berliner Ausstellungshaus der Deutschen Bank, eine kleine Fortsetzung.

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Das Totale Tanz Theater: ein Projekt von Interactive Media Foundation & Filmtank, co-created with Artificial Rome © Interactive Media Foundation

Besucherinnen gelangen in einem realen Saal mittels einer VR-Brille in die digitale Schau „Das Totale Tanz Theater“: in einen hohen Raum, der die Vision des „Totaltheaters“ von Walter Gropius und Erwin Piscator aufnimmt – Bühne und Theatersaal verschmelzen miteinander. Während der zwölfminütigen Animation aus verschiedenen Einlagen von Tänzerinnen schweben die Brillenträger*innen gleichsam auf Gitterebenen in immer höhere Ebenen. Per Knopfdruck gelangen sie zu den tanzenden Figuren und können deren futuristischen Kostüme genauer betrachten.


Doch weil der Blick in die Tiefe nicht ohne ist, sollte man für die VR-Ausstellung schwindelfrei sein. Für alle anderen gibt es eine Alternative, in der sich das Theater im Sitzen und ohne Höhenunterschiede sehen lässt. Und Caline Aouns Ausstellung nebenan. Die „Künstlerin des Jahres“ (Deutsche Bank) setzt sich mit dem Einfluss von Computern auf das reale Leben auseinander. Hier lässt sich darüber nachdenken, ob die digitale Welt Kunst wirklich ersetzen kann.

Bis 31.1.: Das Totale Tanz Theater. Bis 2.3.: Caline Aoun. Palais Populaire, Unter den Linden 5, Mitte, Mi–Mo 11–18, Do 11-21 Uhr, 9/ 6 €, bis 18 J. + Mo frei