Die besten Clubs der Stadt

Trend: Abenteuer Cluburlaub

Konfetti, Glitzer, Discokugeln: Clubs wie das Sisyphos, der Kater Blau, die Griessmühle oder der Salon zur Wilden Renate verstehen sich nicht nur als musikalische Institutionen, sondern vor allem als Orte sinnlicher Erfahrung. Sie vereint ein spielerischer Ansatz.

Salon zur Wilden Renate

„Es ist bunt, es gibt verrückte Deko-Ideen und verschiedenste Partykonzepte“, beschreibt Tom Neumann dieses Format. Er ist Nightmanager und damit in den nächtlichen Betrieb eines Clubs integriert, der seinen Gästen vor allem eins bieten will: Abenteuer. „Wir wollen die Leute glücklich machen“, sagt Neumann über das bunte Treiben in dem Club, der sich auf mehrere Floors aufteilt und daneben noch wohnzimmerartige Nischen jeglicher Art offen hält. Clubs wie dieser sehen an jedem Abend anders aus, die einzige Konstante ist das Miteinander, welches die Gäste mit einschließen soll, wie Neumann betont. So wirkt eine Clubnacht hier oft eher wie eine aus dem Ruder gelaufene Hausparty.
Alt-Stralau 70, Friedrichshain, renate.cc

Kater Blau

Der Kater Blau, welcher als Kater Holzig vormals auf der südlichen Spreeseite logierte und nun wieder auf dem Gelände des Vor-Vorgängerclubs Bar 25 gelandet ist, steht in der direkten Nachfolge der legendären Feierinstitution, die das Prinzip Cluburlaub erfand. Und während der Salon zur Wilden Renate dem 17. Abschnitt der A100, der von rot-rot-grün zwar derzeit auf Eis gelegt ist, aber vom Bund weiter forciert wird, weichen müsste, gehört das Grundstück des Kater Blau und der umliegenden Projekte einer Schweizer Stiftung, die es an die hinter dem Kater Blau stehende Genossenschaft Holzmarkt verpachtet hat.
Holzmarktstr. 25, Friedrichshain, katerblau.de

Sisyphos

SisyphosTechno-Club in Berlin (Rummelsburg)
Foto: m.a.r.c. / flickr.com / CC BY-SA 2.0

Am konsequentesten wird der Cluburlaub im Sisyphos zelebriert. Der abgelegene Club nahe des Betriebsbahnhofs Rummelsburg macht eher den Eindruck eines dauerhaft angesiedelten Mini-Festivals: Bude reiht sich an Bude, zwischen den einzelnen Floors lässt sich schnell die Orientierung verlieren. Neben den Tanz­flächen gibt es aber auch ein ausgiebiges Show-, Performance- und Kunstprogramm. Manche Besucher gehen am Freitagabend durch die Eingangstür und kommen erst am Montag früh wieder heraus.
Hauptstraße 15, Lichtenberg, sisyphos-berlin.net

Griessmühle

2012 siedelte sich die Griessmühle in fußläufiger Nähe zur Ringbahnstation Sonnenallee an und versuchte sich an einem ambitionierten Konzept. Mit Partyreihen wie Mother’s Finest wurde Musik aus Techno, House und den musikalischen Randbereichen auf mehrere, zum Teil über das ganze Wochenende geöffnete Floors gebracht. Insbesondere aber im Sommer lockt die Griessmühle mit einem detailverliebt arrangierten Außenbereich, in welchem sich mit Blick auf den Neuköllner Schifffahrtskanal entspanntes Open-Air-Feeling genießen lässt.
Sonnenallee 221, Neukölln, griessmuehle.de

Text: Kristoffer Cornils

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