Die besten Clubs der Stadt

Trend: Klein, aber fein

Die Professionalisierung der Feierszene kann an den Dimensionen der Clubs gemessen werden. Viele bezogen größere Räumlichkeiten. Dabei gibt es einige verdiente oder neue Institutionen, die auf wenig Platz ein breites Angebot bieten

Foto: Farbfernseher
Foto: Farbfernseher

Loftus Hall

Linker Hand eine vertäfelte Kleinbürgeratmosphäre, rechter Hand ein Dancefloor: Die Loftus Hall bietet seit 2010 am Maybachufer in urdeutsch anmutender Atmosphäre ein abwechslungsreiches Programm, aus dem vor allem die Serie „African Acid Is The Future“ heraussticht. Was aussieht wie eine Landkneipe in Nordrhein-Westfalen wird so zum Treffpunkt für musikalische Reisen durch alle Genres. Darunter übrigens geht es in miefiger Kelleratmosphäre im Bertrams weiter, wo unter anderem die schwule Partyreihe „Herrensauna“ ihren Anfang nahm.
Maybachufer 48, Neukölln, loftushall.de

Paloma Bar

Mit Blick über die „Kotti d’Azur“ lässt es sich sehr gut tanzen. Die Paloma Bar ermöglicht durch ihre vollverglaste Fensterwand einen tollen Ausblick und überdies eine intime Atmosphäre. Als Hybrid zwischen Bar und Mini-Club bietet sie ein abwechslungsreiches Programm, das sich eher auf organische Funk- und Soul-Sounds konzentriert. Feurige Musik, die sich bestens mit den ausgeschenkten Mexikanern verträgt.
Skalitzer Str. 135, Kreuzberg, facebook.com/palomaberlin

Farbfernseher

Wenn die Paloma Bar zu voll ist, empfiehlt sich insbesondere mittwochs oder donnerstags der Weg zum Farbfernseher in der Skalitzer Straße 114. Auch die alte Ladenfläche, an deren vormalige Nutzung noch das „Farbfernseher ab 98,- DM“-Schild an der Front erinnert, ist allerdings recht klein. Umso intimer dafür die Atmosphäre, die überwiegend von House-Klängen getragen wird.
Skalitzer Str. 114, Kreuzberg, farb-fernseher.de

Ohm

Vormals als Shift bekannt, beherbergt das Ohm im ehemaligen Batterieraum des Kraftwerks in der Köpenicker Straße 70 die Musik, welche im Mutterclub Tresor wohl zu quer stehen würde. Das zieht vor allem donnerstags, etwa zur „Grand Jeté“-Serie, ein begeisterungsfähiges Publikum an, welches nicht nur zum Viervierteltakt zu tanzen vermag.
Köpenicker Str. 70, Mitte, ohmberlin.com

Sameheads

Die verschwitztesten Partys Neukölln gibt es in der Richardstraße 10. Das Sameheads bietet im Erdgeschoss entspannte Bar-Atmosphäre, im Keller aber wird aufgedreht. Vor allem  Disco und experimentelle Spielarten sind hier zu hören. Ein vielseitig ausgerichteter Club, der sich für ein Feierabendbier ebenso empfiehlt wie für einen sechsstündigen Tanzmarathon.
Richardstr. 10, Neukölln, sameheads.com

Urban Spree

Unweit des sogenannten Technostrichs, mitten im Herzen des RAW-Geländes an der Revaler Straße 99 hat sich ein Eventgelände mit großer Außenfläche etabliert, das ebenso Kunstmessen wie schwitzige Raves und Rap-Konzerte bietet. Mit dem Krake Festival logiert hier alljährlich eine auf düstere Elektronik ausgerichtete Institution, hinter den Decks und Geräten sind häufig vielversprechende Newcomer zu finden.
Revaler Str. 99, Kreuzberg, urbanspree.com

Text: Kristoffer Cornils

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