Kino

Um Gottes Willen

Der Herzchirurg Tommaso hält sich für kultiviert und liberal. Als sein Sohn Andrea, der als Medizinstudent in die Fußstapfen des Vaters treten soll, der Familie nach einer Begegnung mit dem charismatischen Priester Don Pietro eröffnet, er wolle selbst Priester werden, ist das Entsetzen beim Atheisten Tommaso groß. Doch als auch er Don Pietro näher kennenlernt, beginnt er, sich selbst, das Leben und seine Familie anders wahrzunehmen.

Foto: Kairos Films

Trotz des „religösen“ Themas geht es im Regiedebüt von Edoardo Falcone nicht wirklich um eine theologische Auseinandersetzung. Sondern um Familienwerte, den Versuch, die Leere im Leben auszufüllen, sowie um das wahre Wesen von Toleranz. Natürlich ist das alles auch ein ganz schönes Wischiwaschi, doch so ist nun einmal das wahre Wesen des Feel-Good-Films: immer schön im Allgemeinen ­bleiben und niemandem auf die Füße treten.

Dass man die Komödie relativ schmerzfrei ansehen kann, liegt an einer temporeichen ersten Hälfte voller amüsanter Szenen, in denen die Erwartungen des Zuschauers immer wieder ad absurdum geführt werden. Und am Spiel der Hauptdarsteller Marco Giallini und Alessandro Gassmann, denen es vor dem Hintergrund der eher karikierend angelegten Nebenfiguren gelingt, ihren Charakteren sympathische Tiefe zu verleihen.

„Se dio vuole“, I 2015, 87 Min., R: Edoardo Falcone, D: Marco Giallini, Alessandro  Gassmann, Laura Morante, Start: 5.7.

Um Gottes Willen – Se dio vuole

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