Sportdrama

Veloce come il vento – Giulias großes Rennen

Giulia De Martino (Matilda De Angelis) hat Benzin im Blut. Die 17-Jährige stammt aus einer erfolgreichen Rennfahrer­dynastie mit dem Vater als Manager und ­Mentor. Dieser stirbt unerwartet während des ­ersten Rennens der GT-Meister­schaft, Giulia steht mit ihrem kleinen Bruder Nico plötzlich vor dem Abgrund. Sie sind hochverschuldet, nur die Meister­schaft kann sie retten. Bei der Beerdigung taucht ihr älterer Bruder Loris (Stefano ­Accorsi) auf. Der war früher selbst ein erfolgreicher Rennfahrer, ist aber mittlerweile nur noch ein abgefuckter Drogenjunkie. Er hilft ­seiner Schwester, die ihn eigentlich nicht sehen will.

Giulia
Foto: Missing Films

Kein großes Tamtam, sondern einfach eine gut erzählte Geschichte mit ebensolchen Darstellern: Matilda De Angelis macht die Gefühlsachterbahn von ­Giulia deutlich. Vor allem aber die Figur des ­Loris avanciert im Laufe des Films zum tragischen Helden. Er ist die treibende Kraft, die alles versucht, um seinen Geschwistern zu helfen. Stefano Accorsi schafft es, den Zuschauer zu binden.

Die Rennsequenzen hingegen werden im Film sinnvoll eingesetzt, ohne ihn zu ­dominieren. In erster Linie geht es hier um die familiären Probleme, sodass der Film auch für Nicht-Motorsportfans zu goutieren ist. Alexandre Berger
I 2016, 119 Min., R: Matteo Rovere, D: Stefano Accorsi, Matilda De Angelis, Roberta Mattei

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