Berlinale 2018 – Und sonst?

Was auf der Berlinale los ist – und rund um sie herum

Berlinale Special

Illustre Namen finden sich in der Sektion der Berlinale mit den großen ­Galas. Da wäre etwa Rupert Everett, der bei The Happy Prince nicht nur die Regie, sondern auch die Hauptrolle des Schriftstellers Oscar Wilde übernommen hat. Gespannt sein darf man auch auf The Interpreter von Martin Sulik („Der Garten“). Er erzählt von einem 80-Jährigen, der den Mörder seiner Eltern identifiziert zu haben glaubt und sich mit dessen Sohn auf ­Spurensuche begibt. In den Hauptrollen: der große Regisseur Jiri Menzel und Peter „Toni Erdmann“ Simonischek.

Die Filme der Reihe Berlinale Special


Berlinale Talents

Wieder trifft sich der Filmnachwuchs zum Austausch bei den ­Berlinale Talents. Wieder gibt es öffentliche Lectures mit viel ­Prominenz. So blickt am 19. Februar Gus Van Sant (Foto) auf sein ­Oeuvre (17 Uhr, HAU1), am 21. Februar erzählen Regisseur Christian ­Petzold und die Schauspielerin ­Barbara Auer von der fimischen Umsetzung von Anna Seghers Roman „Transit“ (17 Uhr, HAU2). Und der ­philippinische Filmemacher Lav Diaz, im Wettbewerb mit Ang panahon ng halimaw, erzählt am 22. Februar, wie die Vergangenheit die Gegenwart befruchtet (17 Uhr, HAU2).

Die Filme in der Reihe Berlinale Talents


Berlinale Shorts

Wer auf wirklich Neues hofft, der ist traditionell bei den Berlinale Shorts gut aufgehoben, dank Sektionsleiterin Maike Mia Höhne. Oder, wie es die Berlinale formuliert: „Die Berlinale Shorts interessieren sich für die fiktionale Erzählung jenseits von formatierten Strukturen und sind ­offen für Gestaltungsmethoden, die neue dramaturgische Formen zur Spannungs­erzeugung finden.“

Die Übersicht der Berliale Shorts


Berlinale Series

Heute auf der Berlinale, ab 1. März dann bei arte: Bad Banks, die mit Spannung erwar­tete sechsteilige Serie von Christian Schwochow („Paula“) über die Finanzwelt. Auch spannend: Picnic at Hanging Rock, die sechsteilige Serienvariante des australischen Filmklassikers von Peter Weir. Von beiden Serien werden um die 100 Minuten gezeigt.

Alle Filme der Berlinale Series


Berlinale Goes Kiez

Das war vor ein paar Jahren eine sehr gute Idee, mit einzelnen Titeln des offiziellen Berlinale-Programms bei jährlich wechselnden Kinos im gesamten Stadtgebiet (und sogar darüber hinaus) für jeweils ­einen Tag aufzutauchen. ­Dieses Jahr dabei: das Acud, das ­Casablanca, das Filmkunst 66, das Neue Off, die Tilsiter Lichtspiele, das Toni und die Neuen Kammerspiele in Kleinmachnow.

Berlinale Goes Kiez: Alle Filme


Berlinale Native

Berlinale Native: Szene aus „Fata Morgana“ von Anastasia Lapsui und Markku Lehmuskallio
Foto: Markku Lehmuskallio

Die Mini-Sektion mit indigenen Filmen fällt dieses Jahr wieder sehr mini aus. Es gibt nur zwei abendfüllende Filme: Fata Morgana über das Volk der Tschuktschen und Three Thousand über das Volk der Inuit.

Alle Filme von Berlinale Native


#MeToo

Unter dem Titel Kultur will Wandel – Eine Gesprächsrunde zu sexueller Belästigung in Film, Fernsehen und Theater findet am 19. Februar ab 14 Uhr eine Podiumsdiskussion im Tipi am Kanzleramt statt. Mit: Michael Lehmann (Studio Hamburg), Hans-Werner Meyer (Bundesverband Schauspiel), Barbara Rohm (ProQuote Film), Vertreter des öffentlich-rechtlichen TVs sowie die Schauspielerinnen Jasmin Tabatabai und Natalia Wörner. (Anmeldung unter info@proquote-film.de)


Diversität

Bei einem so ausufernden Festival wie der Berlinale spiegelt sich die Vielfalt ein Stück weit ja schon im Programm wider. Darüber hinaus wird der Diversität auch mit einigen Veranstaltungen Rechnung getragen, etwa mit der Französin Agnès Godard und der US-Amerikanerin Nancy ­Schreiber. Die beiden Kamerafrauen erzählen bei den ­Berlinale Talents am 20. Februar um 17 Uhr im HAU1 von ihren Erfahrungen in einem von Männern dominierten Berufszweig, unter dem Titel Technically a ­Woman: ­Cinematographers Speak Out. Am 20. Feb­ruar findet in der Botschaft von Kanada, Leipziger Platz 17, ein Panel mit dem Titel Establi­shing Indigenous Cinema statt. Dabei geht es um die Chancen für indigene Filmproduktionen. Der Eintritt ist frei, ­bitte ­gültigen Lichtbildausweis mitbringen.


Woche der Kritik

Zum vierten Mal veranstaltet der Verband der deutschen Filmkritik zur Berlinale in den ­Hackeschen Höfen die Woche der Kritik mit Filmen, Diskus­sionen und ­Debatten. Am 20.2. soll um 23 Uhr im Anna Koschke (Krausnickstraße 11, Mitte) unter dem Titel ­Berlinale 2020 ein Kneipengespräch zur Zukunft des Festivals geführt werden


Weitere Tipps und Infos zur Berlinale  www.berlinale.de

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