Biopic

Whitney: Can I Be Me

Das Porträt einer genialen Sängerin

ZITTY-Bewertung: 5/6

Am Ende schließt sich der Kreis: Der ­Dokumentarfilm beginnt und endet mit der Todesnacht von Whitney Houston im Februar 2012. Dazwischen zeigt der Film ein Leben, das zwischen den ­Extremen „verpfuscht“ und „glamourös“ pendelte und so nur in der Welt des Popbusiness mit dem bigger than life möglich ist.

Eine große Sängerin: Whitney Houston
Foto: Arsenalfilm

Gezeigt wird das Leben eines jungen Mädchens mit einer alles überragenden ­Stimme, die in eine gnadenlose Musikmaschinerie hineingerät, die nur ein Ziel kennt: Sie zur erfolgreichsten schwarzen Sängerin aller Zeiten zu machen, ­deren musikalische Wurzeln dafür gekappt werden. Es ist das Leben eines Mädchens aus einfachen Verhältnissen, die es selbst als Weltstar nicht schafft, sich von ihren erdrückenden Familienbanden zu lösen. Es ist das Leben einer Frau, die zu öffentlich und zu berühmt ist, als ihr die hier ­erwähnte Bisexualität bewusst wird.

„Whitney: Can I Be Me“ ist die mitfühlende Würdigung einer großen ­Künstlerin und zugleich spannend wie ein guter ­Krimi. Denn das tragische Ableben der Whitney Houston wirft noch immer ­viele Fragen nach den Hintergründen auf, auf viele dieser Fragen liefert Nick Broomfield, bekannt für seine „investigativen“ Musik­filme über den Suizid von Kurt ­Cobain („Kurt & Courtney“) und die Morde an den Rappern Tupac Shakur und Biggie Smalls (Biggie & Tupac“), so unangenehme Antworten, dass Houstons Erben den Film boykottieren. 

GB/USA 2017, 105 Min., R: Nick Broomfield & Rudi Dolezal

https://www.zitty.de/event/biografie/whitney-can-i-be-me/