Dokumentarfilm

Wild Plants

Wie kann man die Verbindung mit der Natur wieder herstellen, die uns Städtern längst verloren gegangen ist? Räume vom Beton zurückerobern und im besten Fall auch noch Nahrungsmittel produzieren?

ZITTY-Bewertung: 3/6

ZITTY-Bewertung: 3/6

Der Dokumentarfilmer Nicolas Humbert porträtiert in „Wild Plants“, Menschen, die sich in verschiedenen Projekten rund um den Erdball engagieren: von Urban Gardening im verfallenen Detroit bis zum Guerilla-Gärtnern in Zürich, wo Maurice Maggi an öffentlichen Straßen Pionierpflanzen ausbringt, die mit wenig Nährstoffen auskommen und letztlich die Gegend verändern.

Wild Plants

Wild Plants
Foto: Real Fiction Close Up Films

So interessant die Protagonisten auch sind, so wenig bemüht sich der Film um Information, sondern setzt eher auf einen etwas diffusen Essaycharakter: Es braucht schon erhebliche Geduld, bis man sich als Zuschauer überhaupt zurechtfindet in den Assoziationen, Impressionen und gelegentlichen Interviewfetzen mit Leuten, die der Regisseur nicht vorstellt. Hat man sich die Zusammenhänge dann einmal zusammengereimt, nimmt der Film ein wenig Fahrt auf, und das filmische Nachdenken über den Lebenszyklus der Natur wird durchaus zum Gewinn. Doch zwischendurch sieht man auch einfach nur Menschen zu, die fünf Minuten lang Porree ernten. Lars Penning

D/CH 2016, 108 Min., R: Nicolas Humbert, Start: 12.1.

Kommentiere diesen beitrag