Esskultur

Wo gibt es die besten Döner?

Es ist das einfache Essen, das die Menschen vereint.  Eine Suche nach den Drehspießen, um die sich Berlin dreht

Döner
Foto: imago/Kesu

An den Snacks, die Berliner konsumieren, kann man die Migrationsmuster der letzten Jahrzehnte ablesen: Die ersten türkischen Grillhäuser wurden von ehemaligen Arbeitern gegründet, später brachten palästinensisch-libanesische Geflüchtete Schawarmas mit. Geht man heute über die Sonnenallee, kann man auch die weitaus mächtigere syrische Variante kosten.

Der Berliner Döner ist ein Highlight für Touristen, mit den besten gibt es bei Imren am Rathaus Neukölln: mit hausgemachter scharfer Sauce und geschmackvollem Fleisch. Ein anderer Favorit ist Doyum am Kottbusser Tor.
Fast noch leckerer als Döner ist Köfte, die türkische Antwort auf die Bulette. Die wahrscheinlich besten gibt es bei Konak Izmir Köftecisi. Die immer frisch gegrillten Hackfleischwürstchen werden im weichen Baguette serviert. Auf dem zweiten Platz stehen gleichberechtigt Gel Gör und Bal Köfteci, beide auf dem Kottbusser Damm.

Oder soll es doch Schawarma sein? Dann kommt man nicht um die Sonnenallee herum: bei Al-Andalos gesellen sich zum Fleisch nach Wunsch auch Batata Harra oder Linsenreis neben Salat und eingelegtem Rettich. Im Yasmin Al-Scham badet die Schawarmarolle nach dem Füllen im eigenen Fett und wird dann gegrillt. Bei Maroush auf der Adalbertstraße hat man die Wahl zwischen Hähnchen und Rind.

Am Drehspieß kommen alle zusammen: Urberliner, Neuberliner, Touristen und heimlich auch der Nachbarschaftsnazi. Es ist das einfache Essen, das Menschen vereint.  Aida Baghernejad

Imren, Karl-Marx-Str. 75, Neukölln
Doyum, Admiralstr. 36, Kreuzberg
Konak Grill, Reichenberger Str. 9, Kreuzberg
Gel Gör, Kottbusser Damm 80, Kreuzberg
Bal Köfteci. Kottbusser Damm 101, Neukölln
Al-Andalos, Sonnenallee 40, Neukölln
Yasmin Al-Scham, Sonnenallee 58, Neukölln
Maroush, Adalbertstr. 93. Kreuzberg