Berliner Kunsthäuser

Wura-Natasha Ogunji

In der ifa-Galerie zeigt Wura-Natasha Ogunji  mit „Every Mask I Ever Loved“ neue Zeichnungen und Performances

Wen küsst man eigentlich, wenn man eine Maske küsst? In „The Kissing Mask“ von Wura-Natasha Ogunji werden Besucher gebeten, genau das zu tun – und sich dieser Frage zu stellen. Die Performance ist Ende September in der Ausstellung „Every Mask I Ever Loved“ in der ifa-Galerie aufgeführt worden.

Wura-Natasha Ogunji „The Kissing Mask“ (2015/2017): Performance in der ifa-Galerie Berlin am 28.9.2017, Performerin: Aicha Diallo. Foto: Victoria Tomaschko

Die US-amerikanische Künstlerin ­Wura-­Natasha Ogunji thematisiert Identitäten und die Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau. Als Arbeitsmittel nutzt sie unter anderem Fäden. Diese quellen buchstäblich aus ihren Figuren heraus, die sie mit Tinte auf Transparentpapier zeichnete. Am liebsten möchte man dieses kunterbunte Garn sofort berühren.

 

In diesem Jahr hat sie erstmals eine Skulptur aus Textil gebaut. Als langes, geordnetes Knäuel hängen hunderte Fäden von einem quer gespannten Drahtseil herab bis auf den Fußboden der Galerie. Würde sie man auf dem Seil verteien, könnte aus der Skulptur sogar ein Vorhang werden. Somit erklärt sich der Titel des Werkes „A place you can never go“ (2017). Zwar lässt sich mit dem Garn ein Raum abtrennen. Doch ob sich in dem Raum so ­etwas wie Intimität einstellt und ob diese überhaupt realisierbar ist, bleibt offen.

Bis 14.1.2018: ifa-Galerie, Di–So 14–18 Uhr, Linienstr. 139/140, Mitte, Eintritt frei, weitere Aufführungen: 13.1.2018 ab 14 Uhr