Ausflug

XXII. „Rohkunstbau“ auf dem Dorf

Roskow in Brandenburg: Die "Rohkunstbau" wird wieder lebensnah

Mit der 22. Ausgabe von „Rohkunstbau“ kommt die schwierige politische Weltlage ins beschauliche Schloss Roskow. Nachdem der vierteilige Nibelungen-­Zyklus 2015 mit „Apokalypse“ abgeschlossen wurde, fragt Kurator Mark Gisbourne in diesem Jahr nach der Kindheit als Bewusstseinszustand, nach der Fragilität dieses Lebensabschnittes und auch nach den politischen Rechten,  die Kinder haben. Sie leiden besonders unter Krieg und Flucht, wie die aktuellen Ereignisse zeigen, insbesondere die weiterhin vielen Flüchtenden aus Syrien.

So ist es nur folgerichtig, dass unter den elf ausstellenden Künstlern mit dem in Paris lebenden Hamid Sulaiman – der Comiczeichner wurde als Chronist des Arabischen Frühlings bekannt und hatte in diesem Jahr schon eine erfolgreiche Einzelausstellung in der Galerie Crone – sowie dem in Berlin lebenden Ammar al-Beik auch zwei Teilnehmer sind, die Syrien verlassen mussten. Doch Flucht ist nur ein Fokus von mehreren. Die Konzeptkünstlerin JIA aus China, die die abgebildete Arbeit „Untitled Performance 01“ geschaffen hat, setzt sich mit den zurückgelassenen Kindern von Wanderarbeitern auseinander. Die Bildhauerin Sokari Douglas Camp thematisiert Transforma­tionsriten. Die Eröffnung fand am 9. Juli, 15 Uhr statt. Schloss Roskow war übrigens nach dem Zweiten Weltkrieg eine Flüchtlingsunterkunft.

10.7.–18.9.: Gut Roskow, Dorfstr. 30, 14778 Roskow in Brandenburg, Sa/So 10–18 Uhr, Eintritt 8/ erm 5. €

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