Kino

Your Name

Eine faszinierende Gattung ­moderner ­japanischer Animes verknüpft auf kunstvolle Weise eine realistisch ­dargestellte Gegenwart mit allgegenwärtigen Fantasy­elementen: Einerseits erfährt man ­etwas über das Alltagsleben und die Nöte und Peinlichkeiten von Teenagern an der Schwelle zum Erwachsenendasein, ­andererseits öffnen sich Türen zu manchmal bizarren, möglicherweise hochemotional aufgeladenen Paralleluniversen mit komplex strukturierten Zeit- und Bewusstseinsebenen.

Foto: Universum

Das ist auch in Makoto Shinkais „Your Name“ der Fall, in dem ein ­Bewusstsein- und Geschlechtertausch zwischen ­einer Oberschülerin aus einer ländlichen Kleinstadt und einem Tokioter Schüler nur den Beginn einer äußerst komplizierten Freundschafts- und Liebesgeschichte markiert. Seit seiner Premiere 2016 ist der Film, den der Regisseur nach seinem ­eigenen Roman inszenierte, zum weltweit erfolgreichsten Anime überhaupt avanciert.

In Deutschland wird er bei einem sogenannten „Plattform-Kinostart“ lediglich an zwei Tagen über die Leinwände flimmern. Diese Vorgehensweise wird von den Verleihern verstärkt genutzt – ob man nun einem Film einen regulären Kinostart nicht zutraut oder der kurze Einsatz als Werbung für den DVD-Verkaufsstart gedacht ist, sei dahingestellt. DVD-Start von „Your Name“ ist im Mai. 

„Kimi no Na wa“, J 2016, 107 Min., R: Makoto Shinkai, am 11. und 14.1. in diversen Kinos

Your Name. Gestern, heute und für immer

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