5x2 Freikarten für

Yungblud live im Lido

Also eins muss man Dominic Harrison lassen. Er hat die schöne britische Tradition, jedes noch so belanglose Sätzchen, ob in Songtexten oder Interviewantworten, mit der ausufernden Benutzung des Wörtchen „fuck“ aufzuhübschen, im Alleingang wiederbelebt. Auch ansonsten gibt sich Harrison, süße 21 Jahre jung, aufgewachsen in Doncaster in South Yorkshire und unter dem Pseudonym Yungblud zuletzt zu einiger Berühmtheit gelangt, große Mühe, das revolutionäre Potential von Opa RockʼnʼRoll wiederzuleben. Dabei gelingt ihm eine erstaunliche Gratwanderung zwischen altehrwürdigem Rock und halbwegs modernen Beats, chartstauglichem Pop und renitenter Sperrigkeit. In seinen Texten will er gern mal jemanden umbringen, verdammt Gentrifizierung oder die Waffenlobby. Richtig berühmt wurde er aber dafür, dass er gern pinke Socken trägt.

Gefallen wollen und zugleich das Gegenüber liebevoll beschimpfen, das kann der Brite. Yungblud setzt sich so in eine Tradition, in der auch der junge, noch nicht nach Rechts gerückte Morrissey oder Mike „The Streets“ Skinner stehen. Oder, wie es der Künstler selbst im Interview im aktuellen „tip“ formuliert: „Ich bin bloß ein verficktes Kind aus Nordendland, das ein paar Songs raushaut.“ So kann man es sagen. Oder auch: Yungblud rettet den RockʼnʼRoll. Zumindest dessen Schimpfwort-Tradition.
(c)Konzertbüro Schoneberg

 

Zitty verlost 5×2 Tickets für den 21.1. im Lido. Schickt dazu eine E-Mail mit dem Betreff „Yungblud“ und warum Ihr das Konzert auf keinen Fall verpassen wollt, an gewinnspiel@zitty.de