Kino

Zeit für Utopien – Wir machen es anders

Wir ruinieren unseren Planeten. Alle wissen von der Endlichkeit der Ressourcen, der Überbevölkerung, der globalen Verschmutzung, den Folgen einer skrupellosen Nahrungsmittelindustrie. Und machen weiter wie gehabt. Dabei gibt es längst Alternativen. Der österreichische Journalist und Filmemacher Kurt Langbein führt zu einem kleinen Bio-Milchbauern in Bayern, dem die Gründung einer „Genussgemeinschaft“ die nötigen Mittel für den Bau einer Käserei beschaffte. Die Geldgeber erhalten dafür „Genussrechte“ in Form von Naturalien aus seinem Hofladen.

Zeit für Utopien
Foto: C. Roth/Langbein & Partner Media

Dass ähnliches auch im großen Stil gelingt, zeigt „Hansalim“ aus Südkorea. Lokale Bauern erhalten 75 Prozent des Preises, den die Mitglieder in Seoul für ihre Produkte zahlen: Dort leben 1,5 Millionen Menschen von schadstofffreier Hansalim-Frischkost. Selbst bei der Herstellung eines Smartphones öffnen sich neue Wege: 54 Minerale stecken in so einem Gerät. Die niederländische Gesellschaft „Fairphone“ verbaut Metalle, deren Rohstoffe aus afrikanischen Minen stammen, die nicht von Warlords kontrolliert werden und möglichst giftstofffrei gefördert werden.

Kurt Langbein befragt Wirtschaftsjournalisten, Neurowissenschaftler, Umweltökonomen. Alle sind sich einig: Nur ein Miteinander begünstigt soziale Ausgewogenheit und ökologische Verträglichkeit, damit die Gier nach noch mehr Wachstum die Erde nicht endgültig vernichtet.

A 2018, 95 Min., R: Kurt Langbein

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