Berliner Ausstellungen

ZITTYs Beste 2016

Klein Schnickschnack, null Chichi: ZITTY-Autoren haben Ausstellungen gewählt, die existenzielle Fragen thematisieren. Und das Allerbeste: Drei sind aktuell zu sehen

Die Autoren, die für ZITTY über Kunst schreiben, haben ihre Favoriten genannt. Obwohl nach der ganz persönlichen Lieblingsausstellung gefragt wurde, ist das Ergebnis deutlich: Drei Präsentationen liegen gleichberechtigt mit je zwei Nennungen vorn. Alle weiteren haben je eine Nennung erhalten – was für den Pluralismus in der Berliner Kunst spricht.

Am ZITTY-Poll beteiligten sich: ­Ronald Berg, Irmgard Berner, Jana J. Bach, Iris Braun, Stefanie Dörre, Max ­Glauner, Mirko Heinemann, Stefan ­Hochgesand, ­Regina Lechner, Anna Mayr­hauser,  Christiane Meixner, Kirsten Niemann, Seda Niğbolu, Matthias Reichelt,
Beate Scheder, Jacek Slaski, Raimar Stange, Fanny Steyer, Constanze Suhr, Claudia Wahjudi und Johannes Wendland.

 

Die Spitzenreiter

Gülsün Karamustafa: Chronographia

Werkschau der 1946 geborenen Künstlerin aus Istanbul: ­Filme, Installationen, Gemälde und Collagen verhandeln das 20. Jahrhundert im Spiegel der Türkei, auch aus Perspektive von Armeniern, Griechen und immer wieder von Frauen.

Gülsün Karamustafa: Watermelon, 1986. Photo: Artist's archive
Gülsün Karamustafa: Watermelon, 1986. Photo: Artist’s archive/ Courtesy the Artist and Rampa Istanbul

 

Bis 15.1.: Hamburger Bahnhof, Invalidenstr. 50/51, Tiergarten, Di–Fr 10–18, Do 10–20, Sa/So 11–18 Uhr, 8/erm 4 €, bis 18 J. frei

Uncertain States

Gruppenschau in der Akademie der Künste zu Handlungsmöglichkeiten von Kulturschaffenden in Krisen und Kriegen: mit Archivmaterial zu deutschen Intellektuellen im Exil und Beiträgen unter anderem von Ayşe Erkmen, Mona Hatoum, Isaac Julian, dem 2016 verstorbenen Berliner Maler Marwan und der Flax-Initiative für geflüchtete Künstler (5.+12.1.). Vorträge und Diskussionen.

Nasan Tur: First Shot. Filminstallation. Foto: F. Anthea Schaap

Nasan Tur: First Shot. Filminstallation. Ausstellungsansicht Akademie der Künste 2016, Foto: F. Anthea Schaap

 

Bis 15.1.: Akademie der Künste, Hanseaten­weg 10, Tiergarten, Di 11–22, Mi–So 11–19 Uhr, 8/ erm. 5 €, bis 18 J. + Di ab 16 Uhr frei.  15.1., 12 Uhr: Vortrag von Chantal Mouffe

Julian Rosefeld: Manifesto

Julian Rosefeldts Multiplex

Der Berliner Künstler zeigte in großen Projektionen 13 parallel laufende Filme in ­einem einzigen Raum. Alle 13 Hauptfiguren verkörperte Cate Blanchett: Die Schauspielerin trug aus künstlerischen Manifesten der vergangenen 100 Jahre vor – etwa als Lehrerin, Nachrichtensprecherin, Obdachloser.

Hamburger Bahnhof, Februar–November

 

Alle Favoriten – von A bis Z

1. Berenice Abbott

Martin Gropius Bau

2. Animal Lovers

Neue Gesellschaft für Bildende Kunst

Animal Lovers und Andreas Greiner

3. Korakrit Arunanondchai, Alex Gvojic

Blue-Star-Schiff der 9. Berlin Biennale

Berlin Biennale 2016: Spottyflixer der Kunst

 

4. El Siglo de Oro

Gemäldegalerie

Velázquez und das wenig goldende Zeitalter

5. William Kentridge

Martin Gropius Bau

William Kentridge in allen Sälen

 

6. Kreuzberg – Amerika

Bis 12.2., C/O Berlin, Hardenbergstr. 22-24, Charlottenburg, Mo–So 11–20 Uhr, 10/ erm. 6 €

Werkstatt für Photographie

 

7. Boris Lurie: Keine Kompromisse

Jüdisches Museum

Boris Lurie – Mann des Widerspruchs

 

8. M + M: 7 Tage

Museum für Fotografie

M + M loben die Differenz

9. Rabih Mroué, Lina Majdalanie: Werkschau

Hebbel am Ufer

10. Stephen G. Rhodes

Eden Eden

11. Die Sammlung Würth in Berlin

Martin Gropius Bau

12. Chiharu Shiota: Uncertain Journeys

Galerie Blain|Southern

 13. SuperQueeroes

Schwules Museum

14. The Dark Rooms Exhibition

Willner-Brauerei-Berlin

 15. Zentrum für Politische Schönheit:
Not + Spiele

Gorki Theater

Interview mit Philipp Ruch

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