Der Test

Zu Besuch bei den 90ern

Warum das denn?

Die Ausstellung Nineties Berlin ist relativ neu in der Stadt und wird heftig diskutiert. Außerdem kommen die 90er gerade umfassend zurück – in der Mode, in der Musik und so weiter –, also schauen wir mal, wie es damals so war.

Wie war’s?

Foto: Martin Schwarzbeck

Schwarze Wände, laute Musik, Lichteffekte: In dieser Ausstellung fühlt man sich ein bisschen wie in einem Club. Es gibt sogar ein DJ-Pult, von dem aus man die Loveparade-Hymnen abspielen kann. Dazu ein 270-Grad-Videopanorama, das versucht – vom Regierungsumzug über die Kulturszene bis hin zu Straßenschlachten – die Berliner 90er komplett abzubilden, Zeitzeugenvideos, ein Labyrinth mit Infos zu Partymedien und Clubs und einen Raum voller Maschinenpistolen, der an die Mauertoten erinnert, obwohl die Mauer doch schon 1989 fiel. Im Museumsshop gibt es neben Mauerstücken Smiley-T-Shirts, Traubenzuckerdosen auf denen „Speed“ und „Koks“ steht, Bonbons namens „Extasy“ und neonfarbene Mini-Fernsehtürme.

Wie geht’s weiter?

Berlin in den 90ern, das war neben all den politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen auch einfach ein großer Rave – so erzählt es zumindest die Ausstellung. Und da das Raven zur Zeit weltweit ziemlich populär ist, gibt es sicher genug Besucher für dieses Projekt. Bis Februar 2019 kann man sich hier noch ein bisschen Partyfeeling abholen. Zum Party-Preis, dafür aber auch unter der Woche – und dann sogar ohne anzustehen.

Alte Münze, Molkenstr. 2, Mitte, tgl. 10-20 Uhr, Eintritt 12,50 / 8,50 €, nineties.berlin

https://www.zitty.de/event/kunst/nineties-berlin/