ZITTY KINDERREPORTER

Mikroskopieren im Naturkundemuseum

Wir testen im Naturkundemuseum das Offene Mikroskopierzentrum. Jeden Donnerstag darf man hier von 12 bis 14 Uhr mikroskopieren. Wir treffen uns mit unserem Guide Oskar Neumann, der uns alles erklärt. Im Mikroskopier-Areal stehen an die 20 Mikroskope. Unter jedem liegen faszinierende Dinge – auch lebendige, wie z.Bsp. Pantoffeltierchen, Flöhe und Milben. Aber auch Haihaut, Federn und vieles mehr sind hier zu entdecken. Auch selbst mitgebrachte Dinge (Fossilien, Haare, Pflanzen …) dürfen unter das Mikroskop gelegt und studiert werden.

Bilder

Conrad: „Am besten find ich die dicken Milben, die auf dem Käse rumwuseln.“

Philippe: „Das Mikroskopieren ist wirklich interessant. Besonders die lebenden Objekte gefallen mir.“

Carl: „Und, dass man eigene Sachen (z.Bsp. seine Haare) mal ganz genau untersuchen kann. Das ist wirklich was für alle, die sich für Natur und Forschung interessieren.“

Außer den Mikroskopen gibt es noch ein Terrarium mit Kakerlaken,  Stabschrecken und anderen Tierchen. Wer sich traut, darf die Stabschrecken, die aussehen wie Stöckchen, sogar mal auf seine Hand krabbeln lassen.

Bilder

Hier noch ein paar Fragen der Kinder an den Guide Oskar Neumann:

Mit welcher maximalen Vergrößerung kann man hier Objekte unter dem Mikroskop betrachten?

Bei den meisten unserer Durchlichtmikroskope ist maximal eine 200fache Vergrößerung möglich. Zwei Mikroskope schaffen eine 400fache Vergrößerung. Wir verfügen auch über ein Objektiv, mit dem eine 1000fache Vergrößerung möglich ist; es wird jedoch nur im Bedarfsfalle montiert.

Eignet sich alles, um es unter dem Mikroskop zu betrachten?

Es kommt auf das Mikroskop an. Unter einem Auflichtmikroskop, bei dem das Licht von oben kommt, kann fast alles betrachtet werden; allerdings hat es nur eine 50fache Vergrößerungsleistung.

Größere Vergrößerungsleistungen sind mit dem Durchlichtmikroskop möglich. Hier müssen die Objekte dünn und lichtdurchlässig sein, weil hier das Licht von unten kommt.

Warum ist Mikroskopieren im Museum (allg. in der Forschung) so wichtig?

Viele winzige Details an unseren Forschungsobjekten könnten wir gar nicht erkennen. Ohne Mikroskop wüssten wir nicht einmal, dass es Bakterien gibt.

Haben Sie schon mal eine echte Entdeckung unter dem Mikroskop gemacht?

Hm. Ich hab sicherlich die eine oder andere spannende Sache unterm Mikroskop für mich selbst entdeckt. Aber ich bin kein Forscher, der sich täglich damit beschäftigt.

Insofern: Nein, eine echte Entdeckung habe ich noch nicht gemacht.

Was muss man studiert haben, um im Museum zu arbeiten?

In der Forschung arbeiten z.B. BiologInnen, GeologInnen, MineralogInnen, BiochemikerInnen, aber auch InformatikerInnen, HistorikerInnen oder KulturwissenschaftlerInnen.

An unserem Museum sind rund 300 Leute in den verschiedensten Berufen beschäftigt. Alle sind wichtig, damit das Museum am Laufen bleibt. Und nicht jeder Beruf erfordert ein Studium.

Interessante Reportagen und jede Menge praktischer Anregungen für das bunte Leben mit Kindern. Unteranderem Freizeitideen, Einkaufstipps, Bastelanleitungen, Pastarezepte und vieles mehr. Unsere neue Edition „Familie in Berlin“ mit über 650 Adressen für den Großstadtalltag mit Kindern und vielen Geschichten.  Gleich hier in unserem Shop für 9,90 Euro versandkostenfrei bestellen.
[Fancy_Facebook_Comments]