Kino

Zu guter Letzt

Traumrollen für Shirley MacLaine und Amanda Seyfried

ZITTY-Bewertung: 4/6

Harriet Lauler (Shirley MacLaine) ist eine erfolgreiche Businessfrau im Ruhestand, einsam und gesundheitlich angeschlagen. Die Kontrollfanatikerin beauftragt die junge Nachrufschreiberin Anne ­(Amanda Seyfried), unter ihrer Aufsicht noch zu Lebzeiten für ihren Nachruhm zu sorgen. Annes Problem: Niemand sagt etwas Nettes über Harriet. Für einen posi­tiven Nachruf muss die alte Dame also ­einiges in Ordnung bringen, etwa das zerrüttete Verhältnis zur Tochter.

Aus dieser Konstellation entwickelt sich eine Freundschaftsgeschichte, die den ­klischeehaft angelegten Figuren zunehmend mehr Raum zur Entwicklung gibt. Die Persönlichkeit der zunächst als feuerspeiender Drache eingeführten Harriet wird verständlicher, je mehr man aus ihrem Leben erfährt. Shirley MacLaine ist die Idealbesetzung für die ­temperamentvolle Frau. Dass sie aus den geschlagenen Schlachten einige Deformationen davongetragen hat, wird dank Annes sensibler Nachforschungen klar. Anne selbst steckt hinter der Hipsterfassade voller Selbstzweifel und traut sich nicht, ihr Leben in die Hand zu nehmen.

Zu guter Letzt
Foto: Tobis Film

Zwei vielschichtige Frauenfiguren, die aus dem Hollywood-Einheitsbrei herausragen. Wie sie sich gegenseitig beeinflussen und was sie auf dem Weg erleben, ist allerdings vorhersehbar.

„The Last Word“, USA 2017, 108 Min., R: Mark Pellington, D: Shirley MacLaine, Amanda Seyfried, Anne Heche

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