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2 um 8 – Der radioeins und Freitag Salon: Jakob Augstein im Gespräch mit Sophie Passmann

2 um 8 – Der radioeins und Freitag Salon: Jakob Augstein im Gespräch mit Sophie Passmann
2017 Volksbühne Berlin | general_use

Jakob Augstein diskutiert mit Sophie Passmann über die aktuelle Debattenkultur, linke Utopien, Europa und alte weiße Männer. Viel Lärm um nichts oder zu wenig? Stirbt die Debattenkultur? Was ist los mit dem Journalismus und dem öffentlichen Diskurs? Ist etwa das Reden und Schreiben über Dinge zu einem Ende gekommen? Fakten und Fiktion, Rechts und Links, Freiheit und Grenzen – Themen, die eine respektvolle Debatte fordern. Manchmal scheint es aber gar nicht mehr um die Sache zu gehen, sondern vielmehr darum, wer überhaupt diskutieren darf. Grundsatzfrage: Sollte man mit jedem reden? Auch mit Rechten und Diskriminierenden, mit alten weißen Männern? Unbedingt! Da sind sich Freitag-Verleger Jakob Augstein und Autorin Sophie Passmann schon einmal einig. Dass dies gewiss nicht für alle Themen gilt, wird sich an diesem Abend zeigen. Sophie Passmann ist Moderatorin und Autorin. Ihr Buch Alte Weiße Männer war ein Bestseller, sie ist Ensemble-Mitglied des Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann und Moderatorin bei 1LIVE. Sie schreibt monatlich die Kolumne Alles oder Nichts für das ZEIT magazin und moderiert außerdem den Fernseh-Podcast Die Schaulustigen. In der Zeit, die übrig bleibt, redet sie auf Instagram über Politik und auf Twitter zettelt sie Streit mit alten weißen Männern an. Im radioeins und Freitag Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an einen Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. Radio Eins sendet live. Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der Freitag Salon ist „unplugged“, wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen. Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.

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