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Platform East: An Unholy Alliance? „Christian Values“ and Anti-Gender Politics in Central and Eastern Europe

Platform East: An Unholy Alliance? „Christian Values“ and Anti-Gender Politics in Central and Eastern Europe
Volksbühne Berlin | general_use

Informationen des Veranstalters

Eine Veranstaltung des internationalen Festivals POSTWEST (https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/8735/festival-postwest) Mit: Regina Elsner (ZOiS, Berlin), Elżbieta Korolczuk (Södertörn Universtität, Stockholm), Kristina Stöckl (Universität Innsbruck) u.a. Moderation: Patricia Hecht Heute bedienen sich rechtspopulistische Bewegungen und autoritäre Regierungen weltweit „christlicher Werte“ um eine konservative Sozialpolitik voranzutreiben. Sie proklamieren, die vermeintlich „wahre“ Zivilgesellschaft, jenseits von Eliten, zu repräsentieren. Vor allem in Ländern wie Russland oder Polen stärkt die Anti-Gender- und Pro-Family-Agenda rechter Parteien einerseits europakritische und nationalistische Akteure. Andererseits sind diese Bewegungen auch Teil internationaler christlicher ultrakonservativer Allianzen, die in Osteuropa eine neue Bastion der Verteidigung ihrer Werte sehen. Prägnant zeigen sich diese Verbindungen am World Congress of Families (WCF) zu dem sich christliche, ultrakonservative Gruppen und Einzelpersonen versammeln, um ein traditionalistisches Familienverständnis zu verteidigen. Was sind die treibenden Faktoren für diese „unheilige Allianz“ von Religion und Politik, in der Gender mit Demoralisierung gleichgesetzt wird? Welche Rolle spielen die katholische bzw. orthodoxe Kirche in dem Prozess? Wie positionieren und engagieren sich verschiedene Strömungen der christlichen Kirchen in diesem Wertekampf? Regina Elsner ist Theologin und Wissenschaftlerin am ZOiS. In ihrem Forschungsprojekt Moral statt Frieden untersucht sie die Dynamiken der russisch-orthodoxen Sozialethik seit dem Ende der Sowjetunion. Patricia Hecht hat für Radio und Print gearbeitet, unter anderem in Mexiko und Kolumbien, bevor sie 2012 zur taz kam. Sie war Chefin vom Dienst im Berlinteil, für die Planung der vorderen Seiten verantwortlich und arbeitet heute als Genderredakteurin im Inlandsressort. Zu ihren thematischen Schwerpunkten gehören reproduktive Rechte und Antifeminismus. Sie war Teil des internationalen Rechercheverbunds Europes Far Right zu Strategien und Netzwerken der europäischen Rechten. Kristina Stöckl ist Professorin am Institut für Soziologie der Universität Innsbruck. Zurzeit ist sie leitende Forscherin des ERC-geförderten Projekts POSEC- Postsecular Conflicts about religious-moral conflicts in contemporary societies. Es widmet sich insbesondere Konflikten in Bezug auf Religionsfreiheit, Gender und Sexualität sowie Bioethik.

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