Literatur

Ein Mann seiner Klasse

Ein Mann seiner Klasse
Volksbühne Berlin | general_use

Wie ist es, arm aufzuwachsen in einem reichen Land? Wie geht man mit Gewalterfahrungen um? Bleibt man ewig unten? Der Journalist Christian Baron hat seine Kindheitserinnerungen zu einem Buch gemacht. Er erzählt von nicht gezahlten Stromrechnungen, vom gewalttätigen Vater und von den Depressionen seiner Mutter. „Ein Mann seiner Klasse“ ist eine Geschichte von Perspektivlosigkeit und von Menschen, die in der Politik keine Stimme finden. Eintritt 8 Euro.


Informationen des Veranstalters

„Mochte mein Vater auch manchmal unser letztes Geld in irgendeiner Spelunke versoffen, mochte er auch mehrmals meine Mutter blutig geprügelt haben: Ich wollte immer, dass er bleibt. Aber anders.“ Kaiserslautern in den neunziger Jahren: Christian Baron erzählt die Geschichte seiner Kindheit, seines prügelnden Vaters und seiner depressiven Mutter. Er beschreibt, was es bedeutet, in diesem reichen Land in Armut aufzuwachsen. Wie es sich anfühlt, als kleiner Junge männliche Gewalt zu erfahren. Was es heißt, als Jugendlicher zum Klassenflüchtling zu werden. Was von all den Erinnerungen bleibt. Und wie es ihm gelang, seinen eigenen Weg zu finden. Mit großer erzählerischer Kraft und Intensität zeigt Christian Baron Menschen in sozialer Schieflage und Perspektivlosigkeit. Ihre Lebensrealität findet in der Politik, in den Medien und in der Literatur kaum Gehör. Ein Mann seiner Klasse erklärt nichts und offenbart doch so vieles von dem, was in unserer Gesellschaft im Argen liegt. Christian Baron zu lesen ist schockierend, bereichernd und wichtig.

Christian Baron wurde 1985 in Kaiserslautern geboren. Er studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik in Trier. Nach Stationen bei der Lokalzeitung Die Rheinpfalz und Neues Deutschland sowie Veröffentlichungen bei nachtkritik, NeueZürcherZeitung und Theater der Zeit arbeitet er seit 2018 als Redakteur bei der Wochenzeitung der Freitag.

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