Literatur

Jugend – Pop – Kultur. Eine transnationale Geschichte

Jugend – Pop – Kultur. Eine transnationale Geschichte
2017 Volksbühne Berlin | general_use

Eine überwältigende Menge an Quellen hat der Journalist jahrelang gesichtet für seinen Band „Jugend - Pop - Kultur. Eine transnationale Geschichte“. Darin zeigt Mrozek auf, wie in den 50ern und 60ern aus einer rebellischen Bewegung mit Krawallen und Polizeieinsätzen allmählich ein prägendes Stück städtischer Kultur wurde. Dazu gibt es Tonbeispiele von zensierter Musik und Polizeivideos von Rockkonzerten. Anschließend legt DJane Berlin Nocturne Vinyl auf. Eintritt 8 Euro.

Scheppernde Sounds, lautes Benehmen und schrille Mode: Das Vokabular, mit dem Zeitgenossen Mitte des 20. Jahrhunderts eine neue Jugendszene beschrieben, markiert einen Kulturbruch. Ästhetische Konflikte kulminierten in Straßenkrawallen, Polizeimaßnahmen und Zensurgesetzen. Zugleich etablierten Tourneen, Piratensender und Fanclubs grenzüberschreitend neue Inhalte. Bodo Mrozek analysiert einen Wandel, der sich in den 1950er und 1960er Jahren vollzog und die Gesellschaft prägte: Was zunächst als Jugenddelinquenz bekämpft wurde, galt zehn Jahre später als Inbegriff urbaner Kultur. Zur Buchpremiere im Roten Salon hört er gemeinsam mit Andreas Müller (Deutschlandfunk Kultur, Radio Eins) in Soundquellen hinein, sieht Polizeivideos von Rockkonzerten und spielt verbotene und zensierte Musik. Im Anschluss legt Djane Berlin Nocturne Vinyl-Schallplatten aus der Frühzeit der Popgeschichte auf. Bodo Mrozek ist Historiker. Derzeit ist er Fellow am Berlin Center for Cold War Studies des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin (IfZ), der Stiftung Aufarbeitung und der Humboldt-Universität zu Berlin und assoziierter Mitarbeiter des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF).

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