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Literatur Live: Metropol

Literatur Live: Metropol
Eugen Ruge | Frank Zauritz

Die bewegte Geschichte seiner Familie war schon Basis für einige Romane, allen voran der große Erfolg „In Zeiten des abnehmenden Lichts“. Im neuen Werk „Metropol“ geht es um Charlotte, eine Kommunistin, die 1936 den Nazis entkommen ist und nun gemeinsam mit ihrem Gatten und einer jungen Briten durch die Sowjetunion reist. Alle drei sind Mitarbeiter des Nachrichtendienstes der Komintern, was für Verwicklungen sorgt. Und Ruges Großmutter mischt auch mit. Eintritt 15 Euro.

Nach dem internationalen Erfolg von „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ kehrt Eugen Ruge zurück zur Geschichte seiner Familie – in einem herausragenden zeitgeschichtlichen Roman. „Metropol“ folgt drei Menschen auf dem schmalen Grat zwischen Überzeugung und Wissen, Loyalität und Gehorsam, Verdächtigung und Verrat. Ungeheuerlich ist der politische Terror der 1930er Jahre, aber mehr noch: was Menschen zu glauben imstande sind. „Die wahrscheinlichen Details sind erfunden“, schreibt Eugen Ruge, „die unwahrscheinlichsten aber sind wahr.“ Und die Frau mit dem Decknamen Lotte Germaine, die am Ende jenes Sommers im berühmten Hotel Metropol einem ungewissen Schicksal entgegensieht, war seine Großmutter.

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