Mein Lieblingsstück

Mein Lieblingsstück: Schauspieler Tilman Strauß

„Ich spiele seit 2009 an der Berliner Schaubühne. Zum Beispiel Eugen Onegin oder den Jean in Fräulein Julie. Die ­Rolle des Mercutio in Lars Eidingers Inszenierung von „Romeo und Julia“ ist mir jedoch besonders wichtig, weil sie enorm viel schauspielerische Freiheit bietet. Deshalb ist auch die Mütze, die ich in diesem Stück trage, etwas Besonderes für mich. Außerdem: Wenn ich schon etwas öffentlich ­preisgebe, dann doch ein Stück, das sowieso für die Öffentlichkeit bestimmt ist – nämlich für eine Vorstellung. Im April 2013 hatten wir Premiere mit „Romeo und Julia“. Die Mütze hatte ich mir damals selbst gebastelt: aus einer Duschhaube, einem blauen Müllsack, neonfarbenem Gaffer-Tape, Burger-Boxen sowie einem Pappbecher als Nase. Wobei letzterer nach über 20 Vorführungen leider schon etwas mitgenommen ist. Die Mütze sieht übrigens nicht umsonst so trashig aus. Die ganze Szene, in der sie zum Einsatz kommt, ist ziemlich abgefahren. Es handelt sich dabei um den Maskenball bei der Familie Capulet. Und der ist nicht Romeo-und-Julia-typisch mit romantischem Reigen, sondern eher „Krawall und Remmidemmi“ wie bei der Band Deichkind. Dazu trage ich auch oben herum einen Müllsack, doch der überlebt die Vorstellung eher selten.“

Die nächsten Vorstellungen von „Romeo und Julia“: 29. + 30.12.2013, 1.1.2014

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